Siegmund Günther

Siegmund Günther wirkte als Gymnasiallehrer für Mathematik und ab 1886 als Professor für Erdkunde an der TH München. Er beschäftigte sich auch mit der Geschichte der Mathematik und schrieb zahlreiche Artikel für die ab 1875 erscheinende Allgemeine Deutsche Biographie.

Günther studierte ab 1865 Mathematik und Physik; sein späteres Arbeitsgebiet, die mathematisch-physikalische Geographie, wurde damals noch nicht als Studienfach angeboten.
Sein viertes Semester im Winter 1866/67 verbrachte er in Heidelberg. Dort erfolgte seine Immatrikulation am 2. Nov. 1866. In Heidelberg wohnte er im Burgweg 3 bei den Geschwistern Möckel.
Er lernte in Heidelberg den Mathematikhistoriker Moritz Cantor kennen, zu dessen 60. und 70. Geburtstag er die Festschrift mitherausgab.


Günther, Adam Wilhelm Siegmund (6.2.1848 - 3.2.1923)
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Bibliographien

Lexika

Brockhaus - Die Enzyklopädie. - 20. Aufl. - Leipzig
Bd. 9 (1996), S. 292

Günther, Adam Wilhelm Siegmund, Geograph und Mathematiker,
* Nürnberg 6.2.1848, † München 3.2.1923; Prof. für Geographie an der TH München. G. lieferte Beiträge zur Theorie der Kettenbrüche, Determinanten und Hyperbelfunktionen sowie zur mathemat. Geographie. Er beschäftigte sich auch mit der Gesch. der Mathematik, insbesondere mit der des mathemat. Unterrichts.

Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 183

Günther, Adam Wilhelm Siegmund: geb. 6.2.1848 Nürnberg, gest. 3.2.1923 München. — G. studierte Mathematik und Naturwissenschaften an den Univv. Erlangen, Heidelberg, Leipzig, Berlin und Göttingen, promovierte 1870 in Erlangen, legte nach dem Kriegsdienst 1871 sein Staatsexamen ab und wirkte als Mathematiklehrer in Weißenburg, habilitierte sich 1873 in Erlangen, war ab 1874 als Privatdozent an der TH München tätig, ab 1876 als Prof. der Mathematik und Physik am Gymnasium Ansbach. 1886 erhielt er den Lehrstuhl für Erdkunde an der TH München.

G.s Verdienste liegen vor allem auf dem Gebieten der Methodik des Mathematik- und des Geographieunterrichts. Er schrieb eine Reihe viel beachteter Lehrbücher (Lehrbuch der Determinantentheorie für Studierende, Lehrbuch der Geophysik und physikalischen Geographie, Handbuch der mathematischen Geographie u.a.), war Redaktionsmitglied der ,,Zeitschrift für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht'' (1876-1886), publizierte eine ,,Geschichte des mathematischen Unterrichts im deutschen Mittelalter bis zum Jahre 1525'' (1887) u.a. Im monarchistischen Geist erzogen, lehnte er die Novemberrevolution 1918 ab und legte 1921 sein Lehramt nieder.

Poggendorff, Dictionary of Scientific Biography — Renate Tobies


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Biographische Informationen

Dr. Siegmund Günther, K. Geheimer Hofrat, ordentlicher Professor der Erdkunde, Vorstand der geographischen Sammlung, ordentliches Mitglied der K. Bayer. Akademie der Wisssenschaften, Mitglied der Kaiserl. Leopoldinisch-Karolinischen Deutschen Akadmie der Naturforscher, Ehrenmitglied der K.K. geographischen Gesellschaft zu München, der physikalischen Gesellschaft und des Vereines für Geographie und Statistik zu Frankfurt a. M., des naturwissenschaftlichen Vereines zu Landshut, der mathematischen Gesellschaft in Hamburg, der Vereine für Erdkunde zu Halle a. S. und zu Dresden, dann der naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg, des naturwissenschaftlichen Vereines zu Krefeld, der physikalisch-medizinischen Sozietät zu Erlangen, der Orientalischen Gesellschaft in München, der Pollichia (Naturwissenschaftlicher Verein der Pfalz) und der Gesellschaft zur Förderung rationeller Malverfahren, auswärtiges Mitglied der K. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Prag und des Coppernicus-Vereines für Wissenschaft und Kunst zu Thorn, Mitglied der Kommission für Deutsche Landes- und Volkskunde, zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, Inhaber des Ehrenkreuzes des Verdienstordens vom hl. Michael, des Luitpoldkreuzes und der Kriegsdenkmünze für 1870-71 aus Bronze.
(Königlich Bayerische Technische Hochschule in München: Personalstand SS 1915, S. 5-6)

WWW-Biographien

Siegmund Günther aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Biographie vom St. Andrews Archiv

Mitgliedschaft im Blumenorden / Marie Friederich
Pegnesischer Blumenorden e.V. — In der Stammliste des Ordens ist Siegmund Günther als Mitglied Nr. 904 aufgeführt.

The Mathematics Genealogy Project

Heidelberger Digitale Bibliothek Mathematik


Print-Biographien

Neue Deutsche Biographie. - Berlin
Bd. 7 (1966), S. 266-267
UB-Signatur: LSN A-EH 001
G. studierte seit 1865 in Erlangen, Heidelberg, Leipzig, Berlin und Göttingen Mathematik und Physik.

Dictionary of Scientific Biography. - New York
Vol. 6 (1972), p. 235-236
UB-Signatur: LSN B-AE 014

Guenther studied mathematics and physics at Erlangen, Heidelberg, Leipzig, Berlin, and Göttingen.

Lebensläufe aus Franken. - Würzburg
Bd. 4 (1930), S. 204-219
UB-Signatur: B 4609-9 G::4

Nach drei Semestern begab er sich an fremde Hochschulen: Heidelberg, Leipzig, Berlin, Göttingen zogen ihn an.

Geist und Gestalt : biographische Beiträge zur Geschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vornehmlich im zweiten Jahrhundert ihres Bestehens. - München
Bd. 2, Naturwissenschaften (1959), S.285-286     Biographie S. Günther
UB-Signatur: F 2049-4-10 Folio::2

Große Bayerische Biographische Enzyklopädie. - Müchen
Bd. 1 (2005), S.713
UB-Signatur: IZA Biog-D-BAY 003

Beck, Christoph:
Erinnerungen an Siegmund Günther     Volltext
In: Fränkische Heimat. - 2 (1923), S. 33-35
    UB: B 4597-7-1::2.1923
Drygalski, Erich von:
Siegmund Günther
In: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. - 1922/23, S. 79-83
    UB: H 93-10-1:1921-23
Folkerts, Menso:
Erinnerung an Siegmund Günther (1848-1923)
In: Nachrichtenblatt der Deutschen Gesellschaft für Medizin, Naturwissenschaft und Technik. - 34 (1984), S. 78-81
    Inst. f. Geschichte d. Medizin: Z 154
Greim, Georg:
Siegmund Günther †
In: Geographische Zeitschrift. - 29.1923, S. 161-164
    UB: A 59-2::29.1923
gekürzt in:
Petermanns Mitteilungen. - 69 (1923), S. 31
    UB: A 37-2::69.1923
Haack, Hermann:
Sigmund Günther †     Volltext
In: Geographischer Anzeiger. - 24 (1923), S. 34
    UB: A 59-5::24-26
Kistner, Adolf:
Zu S. Günthers siebenzigstem Geburtstag     Volltext
In: Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. - 17 (1918), S. 1-4
    UB: P 124-2::17.1918
Reindl, Joseph:
Siegmund Günther     Volltext
In: Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg. - 17 (1908), Beigabe 17 S.
    UB: O 74::17.1907
gekürzt in:     Volltext
Geographischer Anzeiger. - 9 (1908), S. 1-4
    UB: A 59-5::9.1908
Schüller, Werner:
Siegmund Günther     Volltext
In: Zeitschrift für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht. - 56 (1925), S. 109-113
    PH: ZS/736::56.1925
Wieleitner, Heinrich:
Siegmund Günther †   Volltext
In: Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. - 21 (1922), S. 1-2
    UB: P 124-2::21-23.1922-24

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Werk


Digitalisierte Publikationen

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In Heidelberg vorhandene Monographien Siegmund Günthers

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Literatur über das Werk Siegmund Günthers

Wagner, Hermann:
Ueber das von S. Günther 1888 herausgegebene spätmittelalterliche Verzeichnis geographischer Koordinatenwerte
In:Nachrichten der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften und der Georg-Augusts-Universität zu Göttingen. - 1891, S. 256-278
Digitalisierte Ausgabe (Göttinger Digitalisierungs-Zentrum)
    UB: H 308::1891

Verzeichnis der Bibliothekssigel
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Bibliographien


Biographisch-literarisches Handwörterbuch / J. C. Poggendorff. - Leipzig
Bd. 3 (1883), S. 560-561
Bd. 4 (1904), S. 546-547
Bd. 5 (1925), S. 460-461
Bd. 6,2 (1937), S. 971
Bd. 7a,2 (1958), S. 312
    UB-Signatur: LSN B-AE 002     und     LSA Nat-A 001

  Schriftenverzeichnis / zusammengestellt von Gabriele Dörflinger.

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Letzte Änderung: Januar 2017     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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