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Personen A-D
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in den Nachrufen von Emil Lampe.
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- Abel, Niels Henrik
- norw. Mathematiker,
* Findø (bei Stavanger) 5.8.1802,
† Eisenwerk Froland (bei
Arendal) 6.4.1829. Er untersuchte die Auflösbarkeit
algebraischer Gleichungen und begründete die allg. Theorie
der Integrale algebraischer Funktionen. Seine Untersuchungen über
die elliptischen Funktionen entstanden im Wettstreit mit
C.G.J. Jacobi. Wie A.L. Cauchy, C.F. Gauss
und B. Bolzano bestand er auf strengen Beweisen in
der Mathematik.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 1, S. 28-29
Gottwald S. 9-10
Meschkowski S. 7-9
DSB 1, S. 12-17
Pogg. I. Sp. 2-3
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Abel/
//de.wikipedia.org/wiki/Niels_Henrik_Abel
⇒ 07K, 12W, 14L, 15B, 16H, 27P
- Alembert, Jean Le Rond d'
- frz. Philosoph, Mathematiker und Literat,
* Paris 16. 11. 1717, † ebenda 29. 10. 1783,
Sohn der Marquise de Tencin und des
Offiziers L. Destouches; von der Mutter auf den Stufen der
Kirche Saint-Jean-Le-Rond ausgesetzt, daher sein Name, den er als
Zwölfjähriger in d'Alembert änderte. Als Findelkind aufgezogen, später
Schüler eines jansenist. Collège, wandte sich d'Alembert nach
anfänglichen Studien der Theologie, der Rechte und der Medizin
schließlich der Mathematik zu und wurde bereits 1741 Mitglied der
Académie Royale des Sciences; 1744 errang er einen Preis der Berliner
Akademie und wurde deren Mitglied; er folgte allerdings weder der
Einladung Friedrichs d. Großen, als Nachfolger
P. L. Maupertuis'
Präsident der Akademie zu werden, noch der der Kaiserin
Katharina II.,
die Erziehung ihres Sohnes zu übernehmen. 1754 wurde er in die
Académie française gewählt, deren ständiger Sekretär er ab 1772 war.
…
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 1, S. 349
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/DAlembert/
//de.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_le_Rond_d'Alembert
⇒ 15B
- Appell, Paul Émile
- französischer Mathematiker,
* Straßburg 27. 9. 1855, † Paris 24. 10. 1930;
Professor in Paris ab 1885; arbeitete über algebraische und v. a. hypergeometrische Funktionen,
über elliptische u. a. periodische Funktionen sowie über verallgemeinerte Polynome (appellsche Polynome).
In die theoretische Mechanik führte Appell die appellsche Funktion
(»Beschleunigungsenergie«) ein,
die eine ähnliche Rolle wie die kinetische Energie in den lagrangeschen Bewegungsgleichungen
2. Art spielt, und benutzte sie zur Aufstellung spezieller
Bewegungsgleichungen (appellsche Gleichungen).
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Paul_Appell
⇒ 15B
- Arendt, Gustav
- (1832-1915)
Prof. am Franz. Gymnasium in Berlin bis 1898.
Publizierte u.a.:
Trigonometrie rectiligne. - Berlin, 1876
Géométrie dans l'espace. - Berlin, 1878
Die Regeln der Bruchrechung. - 1882
Quelle:
DDB
⇒ 21D
- Aronhold, Siegfried (Heinrich)
- Mathematiker,
* Angerburg 16.7.1819, † Berlin 13.3.1884; Prof. an
der Bau- und Gewerbeakademie Berlin. A. begründete
die Invariantentheorie und entwickelte mit
A. Clebsch im Zusammenhang damit eine Vorstufe
der Tensorrechnung.
(aus Brockhaus)
Brockhaus 2, S. 153
DBE 1, S. 195
DSB 1, S. 294-295
Gottwald S. 28-29
ADB Bd. 46 S. 58-59
Pogg. I. Sp. 65, III. S. 42-43, IV. S. 38
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Aronhold/
//de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Heinrich_Aronhold
⇒ 12C, 12W, 16H
- Avenarius, Michail Petrowitsch
- Physiker, * Zarskoje Selo 1835, † Kiew 1895
Studierte Physik in St. Petersburg und vom WS 1862/63 bis zum SS 1864 in Berlin bei Gustav Magnus.
Ab 1865 lehrte er Physik
an der Universität Kiew. Seine Fachgebiete waren Thermoelektrizität
und Thermodanymik.
Für ein Studium in Heidelberg bei Gustav R. Kirchhoff findet sich kein
Beleg in den Heidelberger Matrikeldaten.
Quelle:
//de.wikipedia.org/wiki/Michail_Petrowitsch_Avenarius
⇒ 16S
- Babbage, Charles
- britischer Mathematiker, * bei Teignmouth (County Devon) 26. 12. 1791, † London 18. 10. 1871;
wirkte in Cambridge (seit 1828 Professor); war Mitbegründer der Royal Astronomical Society (1820),
der British Association for the Advancement of Science (1831) und der Statistical Society of London (1834).
Babbage arbeitete besonders an der Entwicklung großer Rechenautomaten zur Erstellung von Funktionstabellen,
deren Verwirklichung aber technische Schwierigkeiten verhinderten.
Seine Erfindung des Augenspiegels (1847; vier Jahre vor H. von Helmholtz) blieb unbeachtet.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus
online
//de.wikipedia.org/wiki/Charles_Babbage
⇒ 12C
- Baltzer, Richard
- Mathematiker, * 27.1.1818 Meißen, † 7.11.1887 Gießen
B. wurde nach dem Studium der Mathematik 1842 Oberlehrer,
später Prof. an der Kreuzschule in Dresden und
folgte 1868 einem Ruf als o. Prof. der Mathematik an die
Univ. Gießen.
. . .
(aus DBE)
Quellen:
DBE 1, S. 282
ADB Bd. 46 S. 192
NDB Bd. 1, S. 570 f.
Pogg. III. S. ?, IV. S. 60
//de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Richard_Baltzer
⇒ 18C
- Barentin, Friedrich Wilhelm
- * Berlin 14. 10. 1810; † 17. 4. 1886;
studierte 1830 nach seinem Abitur Jura, wechselte zur Philosophischen Fakultät
mit dem Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften.
Er trat 1833 in den Schuldienst und unterrichtete am Köllnischen Realgymnasium zu Berlin.
Ab Ostern 1856 unterrichtete er als zweiter Oberlehrer an die Friedrichs-Werdersche Gewerbeschule.
Er trat 1874 in den Ruhestand.
Er veröffentlichte zwei Abhandlungen 1840 und 1859 in dem Programm seiner Schulen.
Quellen:
Koessler S. 202
Verhandlungen der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. 5. Jahrgang, Nr. 9. - 1887 - S. 65
⇒ 16S
- Beaumont, Élie de
- franz. Geologe, * 25.9.1798, † 21.9.1874;
1827-74 Professor in Paris, 1852 franz. Senator.
Grundlegende Arbeiten zur Gebirgsbildung und Erstellung der
geologischen Karte Frankreichs.
Quellen:
Brockhaus
//de.wikipedia.org/wiki/Léonce_Élie_de_Beaumont
⇒ 15B
- Beltrami, Eugenio
- ital. Mathematiker,
* Cremona 16.11.1835, † Rom 18.2.1900; Prof. in Bologna, Pisa,
Pavia und Rom, ab 1898 Präs. der Accademia dei Lincei.
B. leistete wesentl. Beiträge zur analyt. Geometrie,
zur Differenzialgeometrie und zu Problemen der
mathemat. Physik.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 3, S. 81
Gottwald S. 43-44
Meschkowski S. 22
DSB 1, S. 599-600
Pogg. III. S. 104-105, IV. S. 94-95
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Beltrami/
//de.wikipedia.org/wiki/Eugenio_Beltrami
⇒ 18C
- Bernoulli
- schweiz. Mathematikerfamilie
- Jakob; * 6.1.1655 Basel, † 16.8.1705 Basel;
Bruder von Johann Bernoulli; hinterließ eine
Darstellung der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
- Johann; *6.8.1667 Basel, † 1.1.1748 Basel;
Vater von Daniel Bernoulli, Bruder von Jakob Bernoulli, Lehrer von
L. Euler, förderte die Variationsrechnung und die Theorie der
Differenzialgleichung; Arbeiten zur Physik.
- Daniel; * 8.2.1700 Groningen, † 17.3.1782 Basel;
Sohn von Johann Bernoulli; befasste sich mit
hydrodynam. Problemen und schuf erste Ansätze zu einer kinet.
Gastheorie.
(aus DTV)
Die nach Jakob Bernoulli benannten Zahlen sind die Folgen der
Potenzen natürlicher Zahlen von 1 bis n.
1 + 2 + … + n
1² + 2² + … + n²
1³ + 2³ + … + n³ u.s.w.
Quellen:
DTV 3, S. 101
//de.wikipedia.org/wiki/Bernoulli_(Familie)
⇒ 07K, 12C, 16H
- BERTRAND, Joseph
- → NR 15. 1900, S. 320-323
⇒ 15B, 16H
- Betti, Enrico
- italienischer Mathematiker, * Pistoia 21. 10. 1823, † Pisa 11. 8. 1892;
Professor in Pistoia, Florenz und (seit 1857) in Pisa; 1862 auch Abgeordneter,
1884 Senator; wesentliche Beiträge zur Potenzialtheorie und mathematischen Physik
(besonders zur Elastizitätstheorie, zur Elektro- und Thermodynamik und über die
Kapillarität), zur Theorie der elliptischen Funktionen (1862, vor K. Weierstrass)
und deren Anwendungen, zur Algebra (Weiterführung der Galois-Theorie),
zur Theorie algebraischer Funktionen sowie zur kombinatorischen Topologie.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Betti
⇒ 18C
- Biermann, (August Leo) Otto
- Mathematiker,
* Teschen 5.9.1858, † Brünn 29.4.1909
B. studierte in Prag (1876-78), Wien (1878-80) und Berlin
(1881/82) und wurde 1880 zum Dr. phil. promoviert. 1889
wurde er Lehrer am Gymnasium in Klagenfurt und im Jahr
darauf an der deutschen Oberrealschule in Prag. B. kam
1891 als a.o. Prof. der Mathematik an die TH Brünn und
wurde dort 1894 Ordinarius. Er veröffentlichte u.a. Theorie
der analytischen Funktionen (1887).
(aus DBE)
Quellen:
DBE 1, S. 523-524
ÖBL 1, S. 84
Pogg. IV. S. 120-121, V. S. 110
⇒ 12W, 16S
- Binet, Alfred
- franz. Psychologe,
* Nizza 11.7.1857, † Paris 18.10.1911;
seit 1894 Leiter der psychophysiologischen Laboratoriums an der Sorbonne;
maß in der Einführung der wissenschaftlichen und experimentellen
Psychologie in Frankreich; entscheidende Beiträge zur kindlichen
Intelligenzforschung.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Binet
⇒ 16H
- Biot, Jean-Baptiste
- franz. Physiker und Astronom,
* Paris 21. 4. 1774, † ebenda 3. 2. 1862;
Professor am Collège de France und an der Universität in Paris;
Mitglied aller drei Akademien. Biot unternahm 1804 mit J. L. Gay-Lussac den ersten
wissenschaftlichen Ballonaufstieg und setzte 1807-08 mit F. D. Arago die franz. Gradmessung
bis zu den Balearen fort (1817-18 dann bis zu den Shetlandinseln). Er untersuchte die Doppelbrechung
und Polarisation des Lichtes sowie die optische Aktivität von Stoffen, entwickelte die Theorie
der chromatischen Polarisation und erfand das Polarimeter. 1820 stellte er mit F. Savart das nach
ihnen benannte Gesetz der magnetischen Wirkung von elektrischen Strömen auf (Biot-Savart-Gesetz).
Weitere Arbeiten betrafen die Wärmeleitung und den Wärmestrom.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_Biot
⇒ 15B
- Bjerknes, Vilhelm
- norwegischer Physiker und Meteorologe,
* Christiania (heute Oslo) 14.3.1862, † ebenda 9.4.1951;
Professor in Stockholm, Leipzig (1913-17), Bergen und Oslo. Bjerknes stellte einen
in der Meteorologie, Ozeanografie und Astrophysik angewendeten fundamentalen
Zirkulationssatz der Strömungslehre auf, aus dem er später die Theorie
über den Entwicklungsverlauf von Zyklonen erarbeitete (Polarfront).
Er schuf die Grundlagen der modernen Wettervorhersage und entwickelte zahlreiche
neue Arbeitsmethoden für die Meteorologie und Ozeanografie.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Vilhelm_Bjerknes
⇒ 15B
- Bohlin, Karl Petrus Theodor
- schwedischer Astronom,
* Stockholm 30.10.1860, † Stockholm 25.5.1939;
Abitur 1878 in Stockholm und 1885 Dozent für Astronomie in Uppsala. 1897 wurde er an die
Universität Stockholm berufen. Er veröffentlichte zahlreiche astronomische Thesen.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Karl_Petrus_Theodor_Bohlin
⇒ 27P
- Boltzmann, Ludwig
- österr. Physiker,
* Wien 20.2.1844, † (Selbstmord) Duino 5.9.1906;
ab 1869 Prof. an versch. österr. und dt. Univ.,
zuletzt (1902) in Wien.
B. bestätigte 1872 die damals noch umstrittene maxwellsche
Elektrodynamik, indem er den von J.C. Maxwell geforderten
Zusammenhang zw. opt. Brechzahl und Dielektrizitätskonstante
experimentell bei Schwefel nachwies.
Sein Hauptarbeitsgebiet war aber die theoret. Physik.
…
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 3, S. 536-537
DBE 2, S. 12-13
DSB 2, S. 260-268
NDB Bd. 2, S. 436 f.
Pogg. III. S. 155-156, IV. S. 153
//histmath-heidelberg.de/homo-heid/boltzmann.htm
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Boltzmann/
//de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Boltzmann
⇒ 15B
- Borchardt, Karl Wilhelm
- Mathematiker, * 22.2.1817 Berlin, † 27.6.1880 Rüdersdorf
bei Berlin.
B. studierte an den Universtitäten Berlin und Königsberg und
wurde dort 1843 mit einer Arbeit bei Carl Gustav Jacobi
promoviert, dem er nach Florenz und Rom folgte. Seit 1847
in Paris ansässig, fand er Kontakt zu den Mathematikern
Liouville, Chasles und Hermite. B. habilitierte sich 1851
in Berlin und hielt Vorlesungen zur Elektrizitätslehre. 1855
wurde er ordentliches Mitglied der Berliner Akademie der
Wissenschaften, übernahm im gleichen Jahr die Herausgabe
des „Journals für die reine und angewandte Mathematik“
und veröffentlichte dort selbst zahlreiche Arbeiten, u.a. über
eine kubische Gleichung, die es ermöglicht, säkulare Störungen
der Planeten zu bestimmen (1846); 1861 gab er seine
Lehrtätigkeit aus gesundheitlichen Gründen auf.
(aus DBE)
Quellen:
DBE 2, S. 26
DSB 2, S. 298-299
Gottwald S. 67
ADB Bd. 47 S. 112
NDB Bd. 2, S. 456
Pogg. I. Sp. 237, III. S. 162, IV. S. 158
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biiographies/Borchardt/
//de.wikipedia.org/wiki/Karl_Wilhelm_Borchardt
⇒ 07K, 12W, 16H
- Brahe, Tycho, eigentlich Tyge Brahe
- dänischer Astronom,
* 14.12.1546 in Knudstrup (Schonen), † 24.10.1601 bei Prag;
der bedeutendste beobachtende Astronom vor Erfindung des Fernrohrs.
Brahe benutzte an seiner Sternwarte »Uranienborg« auf der Insel Ven im Sund
zum Teil von ihm konstruierte astronomische Instrumente. Damit beobachtete er als Erster die
Variation der Mondbewegung, entdeckte 1572 in der Cassiopeia einen neuen Stern (eine Nova)
und wies nach, dass die Kometen keine Erscheinungen in der Erdatmosphäre sein können,
wie seit Aristoteles angenommen wurde. Seine jahrzehntelangen Beobachtungen schufen die Voraussetzung
für J. Keplers Arbeiten über die Bahnen der Planeten. 1597 verließ Brahe Uranienborg
und wurde 1599 Hofastronom von Kaiser Rudolf II. in Prag. —
Brahe widmete sich auch der Astrologie und Alchemie.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Tycho_Brahe
⇒ 15B
- Brioschi, Francesco
- * Mailand 22.12.1824, † ebd. 14.12.1897, italien. Mathematiker.
Professor in Pavia, ab 1863 Professor und Direktor
des von ihm gegründeten „Istitute Tecnico
Superiore“ in Mailand sowie ab 1884 Präsident
der Accademia Nazionale dei Lincei. B. arbeitete
über die Determinantentheorie und über die Auflösung
von Gleichungen 5. bzw. 6. Grades mit
Hilfe ellipt. Funktionen. Er war Herausgeber der
„Annali di matematica“.
(aus Meyer)
Quellen:
Meyer 4, S. 737
Gottwald S. 78
Meschkowski S. 43
DSB 2, S. 469-470
Pogg. III. S. 194-195, IV. S. 186
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Brioschi/
//de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Brioschi
⇒ 12C, 18C
- Caesar Gaius Iulius
- römischer Feldherr und Staatsmann, aus dem patrizischen Geschlecht der Julier (Gens Iulia),
* 13.7.100 v. Chr. in Rom, † 15.3.44 v. Chr. (ermordet) in Rom.
Er gab der politischen Entwicklung des Römischen Reichs eine völlig neue Wendung
und beschleunigte den Prozess, der zur Etablierung des römischen Kaisertums führte.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Iulius_Caesar
⇒ 15B
- Cairoli, Benedetto
- italienischer Politiker, * Pavia 28. 1. 1825, † Capodimonte (bei Neapel) 8. 8. 1889;
Anhänger G. Mazzinis und beteiligt am Sizilienzug G. Garibaldis 1860, im
Königreich Italien Führer der äußersten Linken und 1878 sowie
1879-81 Ministerpräsident und zugleich Außenminister;
wegen der Anerkennung des franz. Protektorats über Tunis (Bardovertrag, 1881) gestürzt.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Benedetto_Cairoli
⇒ 18C
- Cairoli, Giovanni
- ital. Patriot, * Pavia 27.7.1842, † Belgirate 11.9.1869;
jüngster Bruder von Benedetto Cairoli;
er begann 1858 ein Mathematikstudium in Pavia und schloss dieses 1862 an der
Militärakademie von Turin ab. Er beteiligte sich am Garibaldi-Aufstand 1867
und wurde dabei schwer verwundet. An den Folgen verstarb er 1869.
Quellen:
//it.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Cairoli
⇒ 18C
- Cajori, Florian
- schweizerisch-amerikanischer Mathematikhistoriker, * Scharans 28. 2. 1859, † Berkeley 15. 8. 1930;
Cajori zog 1875 in die USA und besuchte 1876 die Schule in Whitewater (Wisconsin). Er studierte
an der Universität von Wisconsin (Master 1886), wurde Assistant Professor in New Orleans
und von 1889 bis 1898 Physikprofessor in Colorado Springs, danach lehrte er Mathematik und wechselte
1898 an die Berkeley-Universität auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für die Geschichte
der Mathematik.
Er beteiligte sich 1908 an dem 4. Band von
Moritz Cantors Vorlesungen $uuml;ber
Geschichte der Mathematik und 1909 an der Festschrift zu Moritz Cantors 80. Geburtag.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Florian_Cajori
⇒ 12C
- Casorati, Felice
- Ital. Mathematiker, * Pavia 17. 12. 1835, † Casteggio 11. 9. 1890;
1858 unternahm er Studienreissen nach Göttingen, Berlin und Paris.
In Berlin diskutierte er mit Leopold Kronecker und
Karl Weiersteraß die Grundlagen der Analysis. 1859 wurde er
Professor für Algebra und analytische Geometrie an der Universität Pavia.
Er wurde durch den Satz von Weierstraß-Casorati bekannt, der besagt:
Eine holomorphe Funktion hat genau dann in z0 eine wesentliche
Singularität, wenn in jeder (noch so kleinen) Umgebung von z0
jede komplexe Zahl beliebig genau als ein Bild von f approximiert
werden kann.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Felice_Casorati_(Mathematiker)
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Casorati/
⇒ 18C
- Catalan, Éugene Charles
- belgischer Mathematiker, * Brügge 30. 5. 1814, † Lüttich 14. 2. 1894;
ab 1846 Gymnasialprofessor in Paris, ab 1865 Professor in Lüttich.
Catalan arbeitete zur Geometrie, insbesondere zu Regelflächen,
zur Analysis, Zahlentheorie und zu diophantischen Gleichungen.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Catalan/
//de.wikipedia.org/wiki/Eug%C3%A8ne_Charles_Catalan
⇒ 16H
- Cauchy, Augustin Louis Baron
- frz. Mathematiker,
* Paris 21. 8. 1789, † Sceaux (bei Paris) 23. 5. 1857; zuerst
Ingenieur; wurde 1816 Mitgl. der Académie des
sciences und Prof. an der École polytechnique in
Paris; nach der Julirevolution von 1830 verweigerte C.
als Monarchist den Eid auf die neue Regierung und
verließ Frankreich; vorübergehend Prof. in Turin, 1833-38
Erzieher des Sohnes KARLs X. in Prag; 1838 Rückkehr
nach Paris, 1848 Prof. für Astronomie an der Sorbonne.
— C. war einer der vielseitigsten Mathematiker (mehr als
800 Abhandlungen). Er bewirkte die erste Reform der
Analysis im 19. Jh., indem er 1821-23 in seinen beiden
ersten Hauptwerken mathematisch einwandfreie
Definitionen und Begründungen ihrer Grundbegriffe
und Sätze (bes. auch der Konvergenzbedingungen in
der Theorie der unendl.
Reihen) gab und z. B. Grenzwert- und Stetigssätze
nicht mehr unter Bezug auf »unendlich kleine
Größen«,
sondern als Aussagen über alle Werte der Variablen
unterhalb beliebig klein zu wählender Werte
formulierte ( → Epsilontik). Er lieferte Arbeiten
zur Zahlentheorie und Algebra (bes. zur
Determinantenthorie), erkannte als Erster die
Bedeutung des Gruppenbegriffs und erwarb sich große
Verdiente um den Ausbau der → Funktionentheorie.
Hier bewies er den
nach ihm benannten Integralsatz sowie die nach ihm
benannten Integralformeln, führte dabei den Begriff
des Residuums ein und fand ferner die Bedingungen
für die Holomorphie von komplexen Funktionen
(Gültigkeit der → cauchy-riemannschen
Differenzialgleichungen). In der Theorie der
Differenzialgleichungen erkannte er u.a. die
Wichtigkeit von Existenzbeweisen für Lösungen.
Bedeutend sind auch
seine Beiträge zur Elastizitätstheorie (Formulierung
der Begriffe Spannung und Formänderung), zur
Wellen- und Kristalloptik (bes. zur Dispersion des
Lichts) sowie seine Verbesserungen von
störungstheoret.
Methoden der Himmelsmechanik. …
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 4, S. 354
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Cauchy/
//de.wikipedia.org/wiki/Augustin_Louis_Cauchy
⇒ 12W, 15B, 16H
- CAYLEY, Arthur
- → NR 12. 1897, S. 359-363.
⇒ 12C, 16H, 18C
- Chasles, Michel
- franz. Mathematiker, * Épernon (bei Rambouillet) 15. 11. 1793, † Paris 18. 12. 1880;
war Bankier in Chartres, 1841-51 Professor an der École Polytechnique,
seit 1846 Professor an der Sorbonne in Paris. Chasles begründete unabhängig von
J. Steiner und C. von Staudt die synthetische Geometrie und trug wesentlich zur
Entwicklung der projektiven Geometrie bei. Er schrieb u. a. über Doppelverhältnisse (1856),
Kegelschnitte (1865) sowie über die Kinematik starrer Körper.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Michel_Chasles
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Chasles/
⇒ 18C
- Clebsch, (Rudolf Friedrich) Alfred
- Mathematiker, * Königsberg 19. 1. 1833, † Göttingen 7. 11. 1872;
ab 1858 Professor in Karlsruhe, 1863-68 in Gießen und 1868-72 in G&ouuml;ttingen.
Clebsch befasste sich mit mathematischen Problemen der Physik (Optik, Hydrodynamik, Elastizitätstheorie),
leistete bedeutende Beiträge zur algebraischen Geometrie und schuf gemeinsam mit P. Gordan
grundlegende Resultate der Invariantentheorie. Gemeinsam mit Carl Gottfried Neumann (* 1832, † 1925)
begründete er 1868 die Zeitschrift »Mathematische Annalen«.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Clebsch
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Clebsch/
⇒ 12C, 18C
- Copernicus
- → Kopernikus
- Corneille, Pierre
- franz. Dramatiker, * Rouen 6.6.1606, † Paris 1.10.1684;
Corneille wurde in einem Jesuitenkolleg erzogen und studierte Rechtswissenschaften,
übte den Anwaltsberuf jedoch selten aus. Sein dramatisches Werk stand zunächst noch unter
dem Einfluss des Barockdramas. — Der große Erfolg Corneilles als Bühnenautor setzte mit
»Le Cid« (1637) ein, einer Tragikomödie nach spanischer Vorlage (Guillén de Castro),
in der mit der Verdichtung der dramatischen Handlung die Grundzüge des klassischen
französischen Dramas deutlich werden. Charakteristisch für das Drama Corneilles ist
die Entwicklung des dramatischen Konflikts aus den einander widerstreitenden Geboten von Ehre
(verbunden mit Standespflichten und Staatstreue) und Leidenschaft, der im Sinne der Pflicht entschieden wird.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Corneille
⇒ 15B
- Cotes, Roger
- engl. Mathematiker, * Burbage 10.7.1682, † Cambridge 5.7.1716.
Er studierte von 1699 bis 1702 in Cambridge und wurde dort 1706 Professor für Astronomie.
Er arbeitete eng mit Isaac Newton zusammen.
1913 trat er in den geistlichen Stand und wurde Priester.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Roger_Cotes
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Cotes/
⇒ 12C
- Crelle, August Leopold
- Straßenbauingenieur und Mathematiker,
* Eichwerder (bei Wriezen) 17.3.1780, † Berlin 6.10.1855;
war als höherer Beamter im preuß. Innenministerium
1816-26 für zahlr. Straßenbauten in Preußen
verantwortlich; die erste preuß. Eisenbahnlinie Berlin-Potsdam
(1838) wurde nach seinem Entwurf gebaut. C. gab 1820 seine
»Rechentafeln« (letzte Auflage 1954) heraus und schrieb
seinerzeit bekannte Lehrbücher über Arithmetik und Algebra
(1825) sowie Geometrie (1826). Bekannt wurde er bes. durch sein
1826 gegründetes, noch heute bestehendes »Journal für
die Reine und Angewandte Mathematik« (C.s Journal);
außerdem förderte er junge Mathematiker und den
mathematischen Unterricht.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 4, S. 727
Meschkowski S. 60
DBE 2, S. 397
DSB 3, S. 466-467
ADB
Bd. 4 S. 589-590
Pogg. I. Sp. 496-497
//histmath-heidelberg.de/homo-heid/crelle.htm
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Crelle.html
//de.wikipedia.org/wiki/Crelle
⇒ 16H
- CREMONA, Luigi
- → NR 18. 1903, S. 465-467.
⇒ 18C
- Cristie (Notar)
- keine weiteren Informationen
⇒ 12C
- Culmann, Carl
- Ingenieur und Statiker, * Bergzabern 10. 7. 1821, † Zürich 9. 12. 1881;
seit 1855 Professor in Zürich; untersuchte v. a. baustatische Probleme
(speziell des Brückenbaus). Culmann ist einer der Begründer der grafischen Statik.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus
online
//de.wikipedia.org/wiki/Karl_Culmann
⇒ 18C
- Curtze, Maximilian
- Gymnasiallehrer und Mathematikhistoriker, * Ballenstedt 4.8.1837, † Thorn 3.1.1903;
wurde nach dem Philologie-Studium in Greifswald 1862 Lehrer am Gymnasium in Thorn bis zu
seinem Ruhestand 1896.
Er widmdete sich besonders der Geschichte der Mathematik im Mittelalter.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Curtze
Günther, Siegmund: Maximilian Curtze.
In: Bibliotheca mathematica. 3. Folge, 4. Band (1903), S. 65-81;
digital
⇒ 18C
- Darboux, Jean Gaston
- franz. Mathematiker, * Nîmes 14. 8. 1842, † Paris 23. 2. 1917;
war seit 1880 Professor an der Sorbonne in Paris; seit 1884 Mitglied, seit 1900
ständiger Sekretär der Académie des sciences.
Darboux lieferte wichtige Beiträge zur Theorie der reellen Funktionen und
der partiellen Differenzialgleichungen (neue Integrationsmethoden) sowie
besonders zur Differenzialgeometrie; außerdem Abhandlungen zur Geschichte der Geometrie;
Mitbegründer des »Bulletin des Sciences Mathématiques« (1870).
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus
online
//de.wikipedia.org/wiki/Gaston_Darboux
⇒ 14L
- Darwin, Sir George Howard
- britischer Astronom, * Down House (heute zu London-Bromley) 9. 7. 1845, † Cambridge 7. 12. 1912,
Sohn von Charles Robert Darwin, Vater von Charles Galton Darwin;
ab 1879 Mitglied der Royal Society, ab 1883 Professor für Astronomie und Experimentalphysik in Cambridge;
wurde 1899 Präsident der Royal Astronomical Society. Seine Arbeiten betrafen v. a. die Himmelsmechanik,
besonders das Dreikörperproblem, sowie die Gezeiten auf der Erde und im Sonnensystem.
Er stellte die heute endgültig widerlegte Theorie auf, dass der Mond ein durch die
Sonnenanziehung losgerissenes Stück der Erde sei.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/George_Howard_Darwin
⇒ 27P
- Dedekind, (Julius Wilhelm) Richard
- Mathematiker,
* Braunschweig 6.10.1831, † ebd. 12.2.1916; Prof. in
Göttingen (1857), Zürich (1858-62), danach in Braunschweig.
D. ist der Begründer der modernen Algebra; er förderte die
Gruppentheorie und die Idealtheorie (u.a. gab er als Erster eine
allgemeine Definition des mathemat. Begriffs Ideal) sowie in
Anschluss an P.G.L. Dirichlet die Theorie der algebraischen
Zahlen (1879), wobei er seine Untersuchungen auf algebraische
Funktionen eines komplexen Variablen
ausdehnte (mit H. Weber).
. . .
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 5, S. 163-164
Gottwald S. 118-119
Meschkowski, S. 61-64
DBE Bd. 2, S. 461-462
DSB 4, S. 1-5
NDB Bd. 3, S. 552 f.
Pogg. I. Sp. 534, III. S. 340, IV. S. 305, V. S. 269
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Dedekind/
//de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dedekind
⇒ 08K
- Deite, Carl
- * Halberstadt 20.12.1838, † Berlin 4.4.1921, Chemiker;
studierte in Berlin SS 1862 bis SS 1863 und wurde 1864 in Breslau
mit einer Physik-Abhandlung promoviert. Er leitete eine Seifenfabrik in Berlin.
Sein Sohn Hermann (1883-1969) unterrichtete an der Technischen Hochschule
in Berlin.
Quellen:
Gries, Ernst August: Progreßburschenschafter in Halle : 1844-1852. - Frankfurt a.M.,
2005. - S. 6
⇒ 16S
- Deprez, Marcel
- franz. Elektrotechniker, * Aillant-sur-Milleron 19. 12. 1843, † Vincennes 16. 10. 1918;
seit 1886 Mitglied der Académie des sciences, seit 1890 Professor am
Conservatoire des Arts et Métiers in Paris. Deprez entwickelte u. a. das
Compoundprinzip bei elektrischen Maschinen und konstruierte mehrere elektrische
Messinstrumente, u. a. ein Drehspulinstrument für Gleichstrommessungen.
Bedeutsam waren seine Versuche zur Übertragung hochgespannten Gleichstroms:
1882 einen 1400-Volt-Strom über 57 km (Miesbach–München) mit Telegrafendraht (Leistung 1,1 kW),
1888 einen 5000-Volt-Strom über 112 km (Creil–Paris–Creil, Leistung 45 kW).
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Deprez
⇒ 15B
- Descartes, René, latinisiert Renatus Cartesius
-
französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler,
* 31. 3. 1596 La Haye in (heute Descartes, Département Indre-et-Loire),
† 11. 2. 1650 in Stockholm.
Er begründete den erkenntnistheoretischen Rationalismus der frühen
Neuzeit und schuf die Grundlagen der analytischen Geometrie.
Aus altem Adelsgeschlecht stammend, wurde Descartes 1604–12 am damals
renommierten Jesuitenkolleg in La Flèche in der scholastischen Philosophie
und Naturwissenschaft ausgebildet; danach Studium der Rechte in Poitiers (bis 1616),
seit 1618 Kriegsdienste in den Armeen Moritz' von Nassau und des
Kurfürsten Maximilian von Bayern; seine mathematischen und
physikalischen Fragestellungen wurden wesentlich angeregt durch die Begegnung mit
I. Beeckman (1618/19). Es folgten Reisen durch Europa und 1625-29 ein Aufenthalt
in Paris. Descartes emigrierte 1629 nach Holland, widmete sich dort wissenschaftlichen
Studien, verfasste den größten Teil seiner mathematischen,
physikalischen, medizinischen und metaphysisch-philosophischen Werke und pflegte
Kontakte zu vielen Wissenschaftlern seiner Zeit, v. a. zu M. Mersenne.
Im Herbst 1649 folgte er einer Einladung der Königin Christine
nach Stockholm, wo er vier Monate später verstarb.
…
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
(aufgerufen am 2022-03-12)
//de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes
⇒ 15B, 16H
- DIRICHLET, Gustav Peter Lejeune
- → NR 21. 1906, S. 482-485.
⇒ 07K, 08K, 16H, 21D, 27P
- Dirichlet, Rebecka
- * Hamburg 11. 4. 1811, † Göttingen 1. 12. 1858;
Sie war die jüngere Schwester des Komponisten
Felix Mendelssohn-Bartholdy und heiratete 1832 den
Mathematiker Peter Gustav Lejeune Dirichlet, mit dem sie
vier Kinder hatte.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet
⇒ 21D
- Du Bois-Reymond, Emil
- Physiologe,
* Berlin 7.11.1818, † ebd. 26.12.1896, Bruder von 2) [Paul Du
Bois-Reymond]; Schüler von Johannes Müller, ab 1851 als
dessen Nachfolger Prof. für Physiologie an der Univ.
Berlin. D. führte grundlegende Untersuchungen über
bioelektr. Erscheinungen in Muskeln und Nervensystemen
durch. Er vertrat mit H. v. Helmholtz die
physikal. Richtung der Physiologie und gilt als Begründer
der neueren Elektrophysiologie. D. trat auch
als Wissenschaftshistoriker hervor.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus 5, S. 730
DBE 2, S. 630-631
DSB 4, S. 200-205
ADB
Bd. 48, S. 118-126
NDB
Bd. 4, S. 146-148
Pagel Sp. 207-210
NDB Bd. 4, S. 146-148
Pogg. I. Sp. 228, III. S. 152-153, IV. S. 150-151
//de.wikipedia.org/wiki/Emil_Du_Bois-Reymond
⇒ 08K, 12W, 15B
- Dühring, Karl Eugen
- Philosoph, Nationalökonom und Wissenschaftstheoretiker,
* Berlin 12. 1. 1833, † Potsdam 21. 9. 1921;
war 1863 Privatdozent für Philosophie in Berlin. 1877 wurde D&uumml;hring wegen seiner
heftigen Kritik am zeitgenössischen Universitätswesen in der 2. Auflage seiner
»Kritischen Geschichte der allgemeinen Principien der Mechanik« (1873) die
Lehrbefugnis entzogen; von da an war er freier Schriftsteller.
Neben E. Mach und R. Avenarius gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter des
deutschen Positivismus. Dühring vertrat erkenntnistheoretisch einen Materialismus,
neben dem auf ethischem und sozialphilosophischem Gebiet ein teleologischer Optimismus steht.
Dem darwinistischen Kampf ums Dasein wird die Idee einer wirklich freien Gesellschaft
gegenübergestellt, in der alle Zwangs- und Herrschaftsverhältnisse beseitigt
sind und die ebenso wie eine Veränderung der ökonomischen Verhältnisse
zum Ziel gesetzt werden muss. …
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Eugen_D%C3%BChring
⇒ 15B
- Duhamel, Jean Marie Constant
- franz. Mathematiker und Physiker, * Saint-Malo 5. 2. 1797, † Paris 29. 4. 1872;
Er unterrichtete ab 1834 an der École polytechnique in Paris und wurde
1851 Professor für Mathematik an der Pariser Universität.
Er forschte auf dem Gebiet der partiellen Differentialgleichungen sowie im Gebiet der
Wärmelehre und der analytischen Mechanik.
Quellen:
//de.wikipedia.org/wiki/Jean_Marie_Constant_Duhamel
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Duhamel/
⇒ 16H
- Duhem, Pierre Maurice Marie
- franz. Physiker, Philosoph und Wissenschaftshistoriker,
* Paris 10. 6. 1861, † Cabrespine 14. 9. 1916;
lehrte theoretische Physik in Lille (1887-93), Rennes und als Professor in Bordeaux (1894-1916);
zahlreiche Arbeiten zur Hydro-, Elektro- und v. a. zur klassischen Thermodynamik,
wo er die Arbeiten von J. W. Gibbs und H. von Helmholtz weiterf&uumml;hrte;
bekämpfte den Atomismus. Duhem entwickelte eine besonders im Wiener Kreis
einflussreich gewordene Wissenschaftslehre. Danach seien die physikalischen Gesetze nichts
als symbolische Konstruktionen, die die Wirklichkeit weder vollständig noch
wahr noch falsch wiedergeben. Die Philosophie diene der Entwicklung metaphysischer
Hypothesen zum provisorischen Begreifen der Welt. Durch seine fundierten
wissenschaftsgeschichtlichen Untersuchungen bahnte er v. a. ein neues und besseres
Verständnis der spätmittelalterlichen Physik und Astronomie an.
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Duhem
//mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Duhem/
⇒ 15B
- Dumas, Jean Baptiste André
- franz. Chemiker und Politiker, * 15.7.1800 in Alès, † 11.4.1884 in Cannes.
Jean-Baptiste Dumas war 1835-40 Professor an der Pariser École polytechnique,
1839 auch an der Ecole de Medecine, 1841-68 Professor an der Sorbonne,
1849-51 Landwirtschafts- und Handels- sowie Erziehungsminister.
Dumas gab als erster franz. Hochschullehrer praktische Laboratoriumskurse für Studenten.
Er entwickelte 1827 ein Verfahren zur Bestimmung der Dampfdichte sowie zur Ermittlung des
Stickstoffgehaltes organischer Verbindungen.
1834 führte er den Begriff Substitution für den Ersatz von Wasserstoff durch andere Atome
in organischen Verbindungen ein, isolierte Anthracen aus Teer und entdeckte 1839 die
Trichloressigsäure. Im selben Jahr stellte er außerdem eine Theorie (Typentheorie)
der chemischen Bindung auf (Valenztheorie).
(aus Brockhaus)
Quellen:
Brockhaus online
//de.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_Dumas
⇒ 15B
- Dupuy, Paul
- * Loudun 18. 1. 1856, † Genf 17. 3. 1948; franz. Geograph und Historiker.
Paul Dupuy war Professor für Geographie an der École internationale de Genève
und Dozent für Geschichte an der Pariser École normale supérieure.
Von 1895 bis 1935 war er Generalsekretär der École normale supérieure.
Er veröffentlichte im Jahre 1896 die erste umfassende Biographie über den Mathematiker
Évariste Galois: La vie d’Évariste Galois.
(aus Wikipedia)
Quelle:
//de.wikipedia.org/wiki/Paul_Dupuy
⇒ 15B
Quellen zu den Kurzbiographien
Letzte Änderung: April 2026 Gabriele Dörflinger
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Zur Inhaltsübersicht:
Historia Mathematica
Heidelberger Texte zur Mathematikgeschichte
Emil Lampe