Personen L-Q

 

in den Nachrufen von Emil Lampe.

Lacroix, Sylvestre-François
franz. Mathematiker, * Paris 28. 4. 1765, † Paris 24. 5. 1843;
war Mathematiklehrer in Rochefort und dann in Paris. 1788 wurde Professor an der Artillerieschule in Besançon, 1799 an der École polytechnique und lehrte ab 1812 am Collège de France.
      Quelle:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvestre-Fran%C3%A7ois_Lacroix
⇒   16H

Lagrange, Joseph Louis de, eigtl. Giuseppe Ludovico Lagrangia
frz. Mathematiker und Physiker ital. Herkunft,
* Turin 25.1.1736, † Paris 10.4.1813. L. lehrte bereits mit 19 Jahren an der Königl. Artillerieschule in Turin. Von 1766 bis 1786 war er als Nachfolger Eulers Direktor der math. Klasse der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin; danach lebte er in Paris.
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 5-6
      Meschkowski S. 151-152
      Pogg. I. Sp. 1343-1346
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/history/Biographies/Lagrange/
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph-Louis_Lagrange
⇒   14L, 15B, 16H, 21D

Lamé, Gabriel
franz. Mathematiker und Physiker, * Tours 22. 7. 1795, † Paris 1. 5. 1870;
wurde durch seine Arbeiten zu Differentialgeometrie und zur mathematischen Physik bekannt. Er arbeitete zunächst in St. Petersburg und war ab 1832 Professor an der École polytechnique in Paris.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Lam%C3%A9
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Lame/
⇒   16H

Lambert, Johann Heinrich
elsässischer Universalgelehrter, getauft Mülhausen 26. (?) 8. 1728, † Berlin 25. 9. 1777;
entstammte einer lothringischen Hugenottenfamilie, die im damals schweizerischen Mülhausen Zuflucht gesucht hatte. Lambert wurde 1743 Schreiber der Eisenwerke in Sapois, 1745 Sekretär in Basel und stand 1748-58 als Hauslehrer in den Diensten der Familie von Salis in Chur. 1759-62 war Lambert Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1765 wurde er auf Vermittlung von L. Euler und J. G. Sulzer Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.
Lambert war Autodidakt; er lieferte zu zahlreichen Gebieten der Wissenschaft Beiträge. In der Philosophie gilt er als wichtiger Vertreter des deutschen Rationalismus, der mit seiner konstruktiv und methodisch ausgerichteten Wissenschaftstheorie dem Kritizismus Kants den Weg gebahnt hat. Anders als Kant betonte Lambert die Rolle der Sprache in den Wissenschaften und suchte in Fortsetzung der Ideen von G. W. Leibniz einen universellen Kalkül des Denkens zu entwickeln. …
Zur astronomischen Forschung trug Lambert mit seinen Beobachtungen von Kometen, bei deren Auswertung er wichtige geometrische Sätze über Kegelschnitte fand (1744), sowie durch seine Theorie über den Aufbau der Milchstraße (1761) bei. … Die »Beyträge zum Gebrauche der Mathematik …« (1765-72, 2 Bände) enthalten eine Sammlung von Abhandlungen von Lambert. Darin finden sich u. a. der Beweis für die Irrationalität von e und π mithilfe von Kettenbrüchen sowie zahlreiche Untersuchungen zur Trigonometrie. …
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Lambert
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Lambert/
⇒   12C

Laplace, Pierre Simon Marquis de (seit 1817)
frz. Mathematiker und Physiker,
* Beaumont-en-Auge (Dep. Calvados) 28.,3. 1749, † Paris 5. 3. 1827; 1771 Examinator an der École militaire in Paris (u.a. prüfte er 1785 Napoleon Bonaparte), 1785 Aufnahme in die Académie des sciences; seit 1794 Prof. an der neu gegründeten École normale.

Die bedeutendsten Beiträge von L. beziehen sich auf die Gebiete Himmelsmechanik und Kosmologie, Wahrscheinlichkeitstheorie sowie mathemat. Physik. Die 1796 erschienene »Exposition du Système du monde« enthält die These, das Sonnensystem sei durch Erkalten eines Gasnebels entstanden (»Nebularhypothese«, → Kant-Laplace-Theorie). Eine Zusammenfassung aller bis dahin bekannten Tatsachen aus dem Bereich der Himmelsmechanik unter dem leitenden Gesichtspunkt des Gravitationsgesetzes bieten die fünf Bände der »Mécanique céleste« (1799-1825). Besonderes Aufsehen erregte der darin erbrachte Beweis für die Unveränderlichkeit der großen Halbachsen der Planetenbahnen. L.s Werk wurde neben I. Newtons »Principia« zum Paradigma analyt. Physik. Mit seiner »Théorie analytique des probabilités« (1812) gelang es L. erstmals systematisch, wahrscheinlichkeitstheoret. Probleme mathematisch zu behandeln (u.a. Grenzwertsatz von Moivre-L., → zentraler Grenzwertsatz).

In der mathemat. Physik sind als Beiträge die L.-Differenzialgleichung, der L.-Operator, die Einführung der Kugelfunktionen und der Entwicklungssatz für Determinanten zu nennen. L. hat auch experimentelle Untersuchungen (teilweise in Zusammenarbeit mit A. L. Lavoisier) durchgeführt (Wärmelehre, Kapillarität, Schallgeschwindigkeit).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 15, S. 443
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Laplace/
      //de.wikipedia.org/wiki/Laplace
⇒   15B

Lavoisier, Antoine Laurent de
französischer Chemiker,
* 26.8.1743 in Paris, † 8.5.1794 (hingerichtet) ebenda; einer der Begründer der modernen Chemie.
Lavoisier studierte Jura und Naturwissenschaften und wurde 1768 Mitglied der Académie des sciences. Ab 1772 widmete er sich der wissenschaftlichen Aufklärung des Verbrennungsvorganges. Er erkannte, dass dieser eine chemische Reaktion ist, während der Sauerstoff aufgenommen wird (Sauerstoff- oder Oxidationstheorie, 1789). Lavoisier widerlegte damit die bis dahin vorherrschende Phlogistontheorie. 1783 bewies er, dass Wasser eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff ist. 1785 führte er die organische Elementaranalyse als quantitative Analysenmethode ein. 1789 erschien sein Hauptwerk »Traité élémentaire de chimie« (2 Bände), in dem er u. a. eine pragmatische Elementdefinition gab und eine neue chemische Nomenklatur propagierte. Darüber hinaus befasste er sich mit physiologischen, mineralogischen, technischen, geologischen und meteorologischen Problemen. — Lavoisier wurde während der französischen Revolutionswirren als ehemaliger Steuerpächter der Erpressung angeklagt und durch die Guillotine hingerichtet. Er gehört zu den größten Persönlichkeiten der Chemiegeschichte.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      //de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Laurent_de_Lavoisier
⇒   15B

Lebon, Ernest
Mathematiker, Gymnasiallehrer, * Audigny 25. 8. 1846, † 1922.
Er unterrichtete am Lycée Charlemagne in Paris. 1909 gab er ein Werkverzeichnis von Henri Poincaré heraus.
      Quelle:
      Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⇒   27P

Leffler, Anne Charlotte
schwedische Schriftstellerin, * Stockholm 1. 10. 1849, †  Neapel 21. 10. 1892;
zählt mit ihren Romanen, Novellen und Dramen, in denen sie v. a. Frauenschicksale darstellte, zu den führenden Gestalten des gesellschaftskritischen Naturalismus in Schweden.
(aus Brockhaus)
Sie wurde eine Freundin der Mathematikerin Sof'ja Kowalewskaja.
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Anne_Charlotte_Leffler
⇒   12W

Legendre, Adrien-Marie
frz. Mathematiker,
* Paris 18.9.1752, † ebd. 10.1.1833; ab 1775 Prof. an der École militaire in Paris, ab 1794 an der neu gegründeten École normale. L. leistete wichtige Beiträge zur analyt. Zahlentheorie (u.a. zur Verteilung der Primzahlen) und zur Funktionentheorie, in der er die heute übl. Klassifikation der ellipt. Integrale einführte. Im Bereich der Geometrie gelang es L., zahlreiche Beweise Euklids zu vereinfachen und zu zeigen, dass die Winkelsumme im Dreieck nicht größer als 180° sein kann, vorausgesetzt, alle euklid. Axiome außer dem Parallelaxiom gelten. L. bemühte sich auch, das Parallelaxiom zu beweisen und förderte damit die Entwicklung der nichteukl. Geometrie.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 226
      Gottwald S. 278
      Meschkowski S. 159-160
      Pogg. I. Sp. 1406-1407
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Legendre/
      //de.wikipedia.org/wiki/Adrien-Marie_Legendre
⇒   14L

Leibniz, Gottfried Wilhelm
Universalgelehrter, v. a. Philosoph und Mathematiker,
* 1.7.1646 in Leipzig, † 14.11.1716 in Hannover.
Leibniz war ein bedeutender Vertreter des philosophischen Rationalismus und übte maßgeblichen Einfluss auf die Philosophie der Aufklärung aus.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 18, S. 172-209
      NDB Bd. 14, S. 121-131
      //de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz
⇒   12C, 15B

Lie, Johann Hermann
Vater von Sophus Lie. Keine weiteren Informationen.
⇒   14L

LIE, Sophus
NR 14. 1899, S. 216-218
⇒   14L, 15B

Lindemann, (Carl Louis) Ferdinand von
Mathematiker, * Hannover 12. 4. 1852, † München 6. 3. 1939;
Schüler von F. Klein in Erlangen, 1879 Professor in Freiburg im Breisgau, 1883 in Königsberg und 1893 in München, wo er maßgeblich am Aufbau des Deutschen Museums beteiligt war. Lindemann gelang es 1882 unter Verwendung von Ergebnissen von C. Hermite zu beweisen, dass die Kreiszahl π transzendent ist. Damit war die Frage nach der Quadratur des Kreises negativ beantwortet.
(aus Brockhaus)
Er begann sein Studium in Göttingen — wo er zu den Vorlesungen von Alfred Clebsch detaillierte Aufzeichnungen machte.
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Lindemann
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Lindemann/
⇒   12C, 16H, 18C

Lindstedt, Anders
schwedischer Mathematiker und Astronom, * Falun 27. 6. 1854, † Stockholm 16. 5. 1939.
Er studierte von 1872 bis 1877 (Promotion) in Lund, wurde dann Astronomie-Dozent in Dorpat. 1886 kehrte er nach Schweden als Professor für Mathematik und Technische Mechanik der Univ. Stockholm zurück. 1909 wechselte er in das Versicherungswesen.
Seine Arbeiten zur Himmelsmechanik beeinflussten Henri Poincaré.
      Quelle:
      //de.wikipedia.org/wiki/Anders_Lindstedt
⇒   27P

Liouville, Joseph
französischer Mathematiker,
* Saint-Omer (Département Pas-de-Calais) 24. 3. 1809, † Paris 8. 9. 1882;
Studium bei A. L. Cauchy an der École Polytechnique in Paris, dort ab 1838 Professor für Analysis und Mechanik; außerdem Professor an der École Centrale und am Collège de France. Liouville zählt zu den bedeutendsten Mathematikern des 19. Jahrhunderts. Er entwickelte die Grundlagen der analytischen Zahlentheorie und verfasste mehr als 400 Beiträge zu zahlreichen Gebieten der Mathematik und ihren Anwendungen in der Physik. Liouville verallgemeinerte u. a. den Differenziationsbegriff, stellte in der Funktionentheorie den liouvilleschen Satz auf und konstruierte als Erster transzendente Zahlen. Andere Arbeiten galten den elliptischen Funktionen und den Differenzialgleichungen. Er gründete 1836 das »Journal de mathématiques pures et appliquées«.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Liouville
⇒   15B, 16H

Maclaurin, Colin
schottischer Mathematiker, * Kilmodan im Februar 1698, † Edinburgh 14. 6. 1746;
Professor in Edinburgh (ab 1725). Maclaurin verfasste Abhandlungen zur Geometrie (Theorie der Fußpunktkurve) und zur Analysis im Stile Newtons. Er verteidigte diesen gegen die Kritik von G. Berkeley und wurde neben B. Taylor zum wichtigsten Vertreter der nachnewtonschen Mathematik in England.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Colin_Maclaurin
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Maclaurin/
⇒   12C

MacMahon, Percy Alexander
brit. Mathematiker, * Malta 26. 9. 1854, † Bognor Regis 25. 12. 1929.
Er war von 1873 bis 1878 Artillerieoffizier in Indien und Afghanistan. 1881 wurde er zum Hauptmann befördert und beschäftigte sich mit der Invariantentheorie. 1891 wurde er Dozent für Elektrizität in Woolwich. Er ist für seine Arbeiten in abzählender Kombinatorik bekannt.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Percy_Alexander_MacMahon
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/MacMahon/
⇒   12C

Magnus, (Heinrich) Gustav
Chemiker und Physiker,
* Berlin 2.5.1802, † ebd. 4.4.1870; seit 1834 Prof. in Berlin, wo er erstmals in Dtl. physikal. Kolloquien einführte. Seine physikal. Arbeiten galten u.a. der Wärmeausdehnung von Luft und Wasserdampf sowie den Strömungen von Gasen und Flüssigkeiten (1852 entdeckte er den Magnus-Effekt), seine chem. betrafen v.a. Tellus, Selen und Platin.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 14, S. 43
      ADB Bd. 20, S. 77-90
      NDB Bd. 15, S. 673-674
      Pogg. II. Sp. 14-15, III. S. 856
      //de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Gustav_Magnus
⇒   16S

Masson, Frédéric
franz. Historiker, * Paris 8. 3. 1847, † Paris 19. 2. 1923.
1903 wurde er in die Académie française gewählt.
      Quelle:
      //de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Masson
⇒   27P

Maxwell, James Clerk
brit. Physiker,
* Edinburgh 13.6.1831, † Cambridge 5.11.1879; Studium in Edinburgh und Cambridge, 1856-60 Prof. für Physik in Aberdeen, dann am King's College in London. 1871 folgte M. dem Ruf nach Cambridge, wo er das »Cavendish Laboratory« gründete. Seine Beiträge zur Physik beziehen sich v. a. auf drei Gebiete: die Theorie des Elektromagnetismus, die kinet. Gastheorie und die physiolog. Farbenlehre. Ausgehend von der durch M. Faraday eingeführten Idee des elektr. Feldes formulierte M. die vier Grundgleichungen der Elektrodynamik ( → maxwellsche Gleichungen, → maxwellsche Theorie), aus denen sich die Existenz elektromagnet. Wellen, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, ergibt. Hieraus schloss M., dass Licht eine elektromagnet. Strahlung darstelle. Diese Ideen regten zahlr. Forscher (u. a. H. Hertz) zu eigenen Untersuchungen an. In der physiolog. Farbenlehre entwickelte M. die von T. Young stammende Dreifarbenlehre weiter. Die heute übl. Vorstellungen der kinet. Gastheorie, insbesondere die Auffassung, Gase seien Ansammlungen von sich bewegenden Molekülen, wurde entscheidend von M. gefördert. Angeregt durch die Arbeiten von R. Clausius, begann er ab 1860, statist. Verfahren in die Gastheorie einzuführen. Das bekannteste Ergebnis dieser Bemühungen ist die → maxwellsche Geschwindigkeitsverteilung. - M. wird in seiner Bedeutung für die Physik häufig mit I. Newton und A. Einstein auf eine Stufe gestellt.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 14, S. 367
      DSB 9, S. 198-230
      Pogg. III. S. 889-890, IV. S. 977
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/history/Biographies/Maxwell/
      //de.wikipedia.org/wiki/James_Clerk_Maxwell
⇒   27P

Mendelssohn Bartholdy, Jakob Ludwig Felix
Komponist,
* Hamburg 3. 2. 1809, † Leipzig 4. 11. 1847,
Enkel von M. Mendelssohn (sein Vater hatte den Familiennamen beim Übertritt zum Protestantismus in Mendelssohn Bartholdy geändert), Bruder von Fanny Hensel; er gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Hoch-Romantik und gilt als Erfinder der Lieder ohne Worte.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 21, S. 324-345
      NDB Bd. 17, S. 53-58
      //de.wikipedia.org/wiki/Felix_Mendelssohn_Bartholdy
⇒   21D

Mendelssohn, Rebekka
Dirichlet, Rebecka
⇒   21D

Meyer, Franz
dt. Mathematiker, * Magdeburg 2. 9. 1856, † K"ouml;nigsberg 11. 4. 1934.
Nach dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften von 1874 bis 1878 in Leipzig und München wurde er 1878 promoviert. Nach weiteren Studien in Berlin erfolgte 1880 seine Habilitation. Danach lehrte er an der Universität in Tübingen, an der Bergakademie Clausthal und an der Albertina in Königsberg.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Franz_Meyer_(Mathematiker)
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Meyer/
⇒   12C

Michelangelo, Michelangelo Buonarroti , eigentlich Michelagniolo di Lodovico di Leonardo di Buonarroto Simoni
italienischer Bildhauer, Maler und Architekt,
* 6.(?)3.1475 in Caprese (heute Caprese Michelangelo, Provinz Arezzo), † 18.2.1564 in Rom.
Michelangelo war als Maler, Bildhauer und Architekt einer der bedeutendsten Repräsentanten der italienischen Hochrenaissance.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-24)
      //de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo
⇒   15B

Möbius, August Ferdinand
Mathematiker, * Schulpforta 17. 11. 1790, † Leipzig 26. 9. 1868;
Professor in Leipzig und Direktor der Sternwarte auf der Pleißenburg. Sein wichtigstes Arbeitsgebiet war die Geometrie. Er führte in die projektive Geometrie die homogenen Koordinaten (baryzentrisches Kalkül) und in die analytische Geometrie das Dualitätsprinzip ein. Von Möbius stammt auch eine erste Klassifikation der Flächen. Bekannt geblieben ist Möbius insbesondere durch das Möbius-Band.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/August_Ferdinand_M%C3%B6bius
⇒   18C

Moivre, Abraham de
franz. Mathematiker, * Vitry-le-François 26. 5. 1667, † London 27. 11. 1754;
emigrierte nach der Aufhebung des Edikts von Nantes (1685) nach England; Hauslehrer, später u. a. Mitglied der Royal Society. Moivre verwendete im Zusammenhang mit der Auflösung von Gleichungen implizit den später nach ihm benannten Satz (erste explizite Formulierung bei L. Euler) und leistete Beiträge zur Wahrscheinlichkeitstheorie (u. a. Grenzwertsatz von M.-Laplace, zentraler Grenzwertsatz).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Abraham_de_Moivre
⇒   12C

Moltke, Helmuth, Graf (seit 1870) von
preußischer Generalfeldmarschall (1871), * 26.10.1800 in Parchim, &daagger; 24.4.1891 in Berlin.
Helmuth Graf von Moltke (1800-1891) hatte als Chef des preußischen Generalstabs entscheidenden Anteil u. a. am Sieg im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.
1867 war Moltke konservativer Abgeordneter im Reichstag, seit 1872 auch erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses. Als Chef des Generalstabs machte er die detaillierte Vorbereitung von Mobilmachung und Aufmarsch (unter Verwendung von Eisenbahn und Telegrafie) zur Grundlage der strategisch-operativen Planung. Unter ihm erlangte der Generalstab größere Bedeutung, so war er ständig um ein hohes Niveau der Ausbildung der Offizieranwärter und der künftigen Generalstabsoffiziere bemüht. …
Aufgrund vieler unwägbarer Faktoren im Ablauf eines Feldzuges hielt Moltke nur dessen Beginn für planbar. Er sah seine Aufgabe v. a. in der umfassenden Vorbereitung der militärischen Auseinandersetzung unter Ausnutzung aller (besonders der technischen) Möglichkeiten und betrachtete die Strategie im Verlauf eines Krieges als ein »System von Aushilfen«. Konkret verfolgte Moltke in beiden von ihm geführten Feldzügen das Ziel, den Gegner auf dessen Territorium anzugreifen und dort durch Umfassung entscheidend zu schlagen (Sedan; zum Teil bei Königgrätz). Operatives Mittel hierzu war die Vorgehensweise des »Getrennt marschieren, vereint schlagen«.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_(Generalfeldmarschall)
⇒   12W

Monge, Gaspard Graf von Péluse
frz. Mathematiker und Politiker,
*Beaune 10.5.1746, † Paris 28.7.1818; Prof. an der Militärschule in Mézières und später maßgeblich am Aufbau der École Polytechnique in Paris beteiligt. Wichtigstes Arbeitsgebiet von M. war die darstellende Geometrie, die er systematisch aufbaute. 1783 synthetisierte er (unabhängig von A.L. de Lavoisier) Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff. M. war einer der prominentesten Anhänger der Revolution unter den Intellektuellen, er war 1792/93 Marine-Min. und Mitorganisator der »Levée en masse«. Er begleitete Napoléon Bonaparte nach Ägypten, um das »Institut d'Égypte« aufzubauen.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 15, S. 75
      Gottwald S. 330
      Meschkowski S. 186
      Pogg. II. Sp. 184-186
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Monge/
      //de.wikipedia.org/wiki/Gaspard_Monge
⇒   14L

Neumann, Carl (Gottfried)
* Königsberg (Pr.) 7.5.1832, † Leipzig 27.3.1925, dt. Mathematiker.
Sohn von Franz Ernst N.; Professor in Basel (1863-65), Tübingen und (ab 1868) in Leipzig; bed. Arbeiten zur Theorie der Bessel- und Kugelfunktionen sowie zur mathemat. Physik, insbes. zur analyt. Mechanik und zur Potentialtheorie (Einführung des logarithm. Potentials; Neumannsches Problem). 1868 begründete er zusammen mit A. Clebsch die „Mathemat. Annalen“.
(aus Meyer)
      Quellen:
      Meyer 17, S. 119
      Gottwald S. 341
      Meschkowski S. 190
      DSB 10, S. 25
      DMV  Bd. 36, S. 174-178
      NDB Bd 19, S. 133-134
      Pogg. II. Sp. 275-276, III. S. 963-96, IV. S. 1066-1067l
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gottfried_Neumann
⇒   27P

Newcomb, Simon
amerikanischer Astronom, * Wallace (Provinz Nova Scotia) 12. 3. 1835, † Washington (D. C.) 11. 7. 1909;
ab 1861 Professor in Washington, 1877-97 auch Leiter des »American Ephemeris and Nautical Almanac Office«; Arbeiten über die Bewegung der Planeten, Planetoiden und des Mondes sowie über Positionsastronomie und zur Bestimmung astronomischer Konstanten.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Simon_Newcomb
⇒   27P

Newton, Sir (seit 1705) Isaac
engl. Mathematiker, Physiker und Astronom,
* Woolthorpe (bei Grantham) 4.1.1643, † Kensington (heute zu London) 31.3.1727; Sohn eines Landwirts; studierte ab 1661 an der Univ. Cambridge, wo er bahnbrechende theoret. Ansätze über die Natur des Lichtes, über die Gravitation und die Planetenbewegung sowie über die mathemat. Probleme, die mit Tangenten-, Flächen- und Schwerpunktsberechnungen zusammenhängen, entwickelte. Er wurde 1669 als Nachfolger seines Lehrers I. Barrow Prof. der Mathematik in Cambridge und 1672 Mitgl. der Royal Society. 1689 entsandte ihn die Univ. Cambridge als ihren Vertreter in das engl. Parlament; 1699 wurde er Vorsteher der königl. Münze in London, 1703-27 auch Präs, der Royal Society. …
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 15, S. 587-588
      Gottwald S. 344-345
      Meschkowski S. 193-196
      DSB 10, S. 42-103
      Pogg. II. Sp. 277-279
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Newton/
      //de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton
⇒   12C, 15B, 27P

Noether, Max
Mathematiker,
* Mannheim 24.9.1844, † Erlangen 13.12.1921, Vater von 1) [Emmy Noether]; ab 1875 Prof. in Erlangen, arbeitete über die Theorie der algebraischen Funktionen, die Invariantentheorie und die Thetareihen; Wegbereiter der algebraischen Geometrie.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 15, S. 703
      Gottwald S. 350
      NDB Bd. 19, S. 319-320
      DMV  Bd. 32, S. 211-233
      Pogg. III. S. 977, IV. S. 1080-1081
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/noether-m.htm
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Noether_Max/
      //de.wikipedia.org/wiki/Max_Noether
⇒   12C

Ohm, Georg Simon
Physiker,
* Erlangen 16. 3. 1789, † München 6. 7. 1854;
nach Promotion (1811) und Habilitation in Erlangen Lehrer der Mathematik u. a. in Köln, Berlin, Nürnberg, seit 1849 Professor in München. Ohm formulierte 1826 basierend auf seinen experimentellen Ergebnissen das nach ihm benannte grundlegende Gesetz der Stromleitung. In seiner Schrift »Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet« (1827) gab er eine der fourierschen Wärmeleitungstheorie analoge phänomenologische Theorie der elektrischen Leitung, in der auch bereits die meist nach R. Kirchhoff benannten Gesetze der Stromverzweigung formuliert sind. Die Resonanz auf Ohms Entdeckungen blieb zunächst gering; erst die Verleihung einer hohen Auszeichnung durch die Royal Society (1841) ließ die Fachwelt auf Ohm aufmerksam werden. 1843 definierte er den einfachen Ton als eine rein sinusförmige Schwingung und lieferte 1852/53 wichtige Beiträge zur Interferenz linear polarisierten Lichts beim Durchgang durch einachsige Kristalle. Nach ihm ist die SI-Einheit Ohm (Ω) benannt. — Die Deutsche Physikalische Gesellschaft vergibt (seit 2002) den Georg-Simon-Ohm-Preis an Studenten von Fachhochschulen und soll als Ansporn für den physikalisch-technischen Nachwuchs dienen.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-11)
      ADB Bd. 24, S. 187-203
      NDB Bd. 19, S. 489-191
      //de.wikipedia.org/wiki/Georg_Simon_Ohm
⇒   21D

Ohm, Martin
Mathematiker
* Erlangen 6.5.1792, † Berlin 1.4.1872; Doktorand von Carl Christian von Langsdorf, wirkte ab 1821 an der Berliner Universität und wurde dort 1839 ordentlicher Professor. Er war der Bruder des Physikers Georg Simon Ohm.
      Quellen:
      Gottwald S. 352
      ADB  Bd. 24 S. 203-204
      Pogg. II. Sp. 318, III. S. 984
      //de.wikipedia.org/wiki/Martin_Ohm
⇒   12W, 21D

Ollech, Karl Rudolf von
General
* Graudenz 22.6.1811, † Berlin 25.10.1884; lehrte an verschiedenen Militärschulen. Von 1861 bis 1865 war er Kommandant des Kadettenkorps und somit Leo Koenigsbergers Vorgesetzter. 1865 übernahm er das Kommando der 17. Infanteriebrigade in Glogau, wurde im Feldzug 1866 schwer verwundet und wirkte ab 1870 als Direktor der Kriegsakademie.
      Quellen:
      ADB  Bd. 24 S. 311-312
      Soldatisches Führertum / hrsg. von Kurt von Priesdorff. - Bd. 7 (1939), S. 174-178
      //de.wikipedia.org/wiki/Karl_Rudolf_von_Ollech
⇒   08K

Oskar II.
gebürtig Prinz Oskar Fredrik Bernadotte von Schweden und Norwegen, Herzog von Östergötland
* Stockholm 21. Januar 1829; † Stockholm 8. Dezember 1907
aus dem Haus Bernadotte war von 1872 bis 1907 König von Schweden sowie von 1872 bis 1905 in Personalunion König von Norwegen.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Oskar_II._(Schweden)
⇒   27P

Paalzow, (Carl) Adolph
dt. Physiker,
* Rathenow 5.8.1823, † Berlin 1.1.1908; ab 1873 Professor an der Gewerbeakademie in der Klosterstraße und an der Königlichen Kriegsakademie, aus denen die Technische Hochschule in Charlottenburg hervorging. Bis zum Oktober 1904 lehrte er an der Technischen Hochschule.
      Quellen:
      Pogg. II. Sp. 342, III. S. 996, IV. S. 1107
      //de.wikipedia.org/wiki/Karl_Adolph_Paalzow
⇒   16S

Pascal, Blaise
franz. Philosoph, Mathematiker und Physiker, * Clermont-Ferrand 19.6.1623, † Paris 19.8.1662;
gilt als größter religiöser Denker des neuzeitlichen Frankreichs, Mitbegründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Schon früh fand Pascal Aufnahme in die »Acadée;mie Mersenne«, die Vorgängerin der Académie des sciences, wo er einige der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit (u. a. R. Descartes und G. Desargues) kennenlernte. Pascal, von frühreifer Begabung, entwickelte 1640 in einer Abhandlung über die Kegelschnitte (»Essai sur les coniques«) den pascalschen Satz. Ein umfangreiches Werk zur Kegelschnittlehre ist nur durch G. W. Leibniz' Bericht darüber (1676) bekannt. Seit 1641 arbeitete Pascal an der Konstruktion einer Rechenmaschine, 1647 entdeckte er das Gesetz der kommunizierenden Röhren und wies die Abnahme des Luftdrucks mit steigender Höhe durch Höhenmessung mit dem Barometer am Puy-de-Dôme nach (»Traité du vide«, entstanden 1651); er erregte dadurch die Aufmerksamkeit Descartes'. Weitere Arbeiten beschäftigten sich mit den Eigenschaften der Zykloide, mit der Kombinatorik (»Traité du triangle arithmétique«, gedruckt 1654) und der Wahrscheinlichkeitstheorie (Korrespondenz mit P. de Fermat und C. Huygens). Pascal verwendete das Beweisverfahren der vollständigen Induktion, das er auch beschrieb und kommentierte, und lieferte Leibniz in Form des »charakteristischen Dreiecks« (das Pascal im Zusammenhang mit dem Kreis entwickelte: »Traité des sinus«) einen wichtigen Anstoß zur Differenzial- und Integralrechnung. …
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Blaise_Pascal
⇒   15B

Pasteur, Louis
französischer Chemiker und Mikrobiologe,
* Dole 27. 12. 1822, † Villeneuve-l'Étang (bei Paris) 28. 9. 1895;
entwickelte u. a. die ersten Schutzimpfungen gegen Tollwut und Milzbrand und ein Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Der Sohn eines Gerbers war Schüler und Assistent von J. B. Dumas; wurde 1867 Professor der Chemie an der Sorbonne, gründete 1888 das Institut Pasteur. — Pasteur entdeckte bei seinen Untersuchungen der optischen Eigenschaften von Stoffen an Tartraten (Salze der Weinsäure) die optische Isomerie (1848) und schuf damit Voraussetzungen für die Entwicklung der Stereochemie und Polarimetrie. Probleme der französischen Getränkeindustrie führten Pasteur ab 1854 zur Beschäftigung mit der alkoholischen Gärung. Er entdeckte, dass diese durch von außen hinzukommende Mikroorganismen verursacht wird, und unterschied bei den Hefezellen solche, die die erwünschte alkoholische Gärung bewirken, und solche, die eine Milchsäuregärung hervorrufen. Er entdeckte auch, dass vorsichtiges Erhitzen zum Abtöten vieler Mikroorganismen führt (Pasteurisieren; Konservierung). — Eine in Südfrankreich ausgebrochene Epidemie unter den für die Seidenindustrie gezüchteten Raupen brachte Pasteur 1865 auf den für die Mikrobiologie (speziell die Bakteriologie) grundlegenden Gedanken, dass — wie bei der Gärung — auch bei Krankheiten Mikroorganismen die Ursache sein könnten. Beim Studium der Fleckenkrankheit (»Pebrine«) der Seidenraupen erkannte Pasteur erstmals Mikroben als Krankheitsursache, klärte den Übertragungsmechanismus und gab Anweisungen für Therapie und Prophylaxe. Ab 1877 beschäftigte sich Pasteur mit dem Milzbrand der Rinder. Er wies auf die Bedeutung der Sporen und die Antibiose hin, die er entdeckte. Pasteur erkannte Bakterien als Ursache von Sepsis und eitrigen Erkrankungen. Beim Studium der Geflügelcholera entdeckte er die Alterung und die damit verbundene Toxizitätsabschwächung von Bakterienkulturen. Ab 1881 griff er E. Jenners Idee von einer spezifischen Schutzimpfung auf und begann mit der Entwicklung von Impfstoffen (»Vakzine«) gegen Geflügelcholera, Milzbrand und Schweinerotlauf. Durch Austrocknen des Rückenmarks tollwütiger Hunde und Kaninchen gelang es ihm, einen Impfstoff gegen Tollwut zu gewinnen, den er 1885 erstmals erfolgreich erprobte.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-11)
      //de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur
⇒   16H

Peacock, George
brit. Mathematiker, * Denton (bei Darlington) 9. 4. 1791, † Ely 8. 11. 1858;
lehrte in Cambridge (ab 1837 als Professor) und wurde später Dechant von Ely. Peacock errang große Verdienste um die Neubelebung der Mathematik, v. a. der Analysis, in Großbritannien und formulierte das Permanenzprinzip.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/George_Peacock
⇒   12C

Picard, Charles Émile
frz. Mathematiker,
* Paris 24.7.1856, † ebd. 11.12.1941; ab 1885 Prof. an der Sorbonne in Paris. Frühe Arbeiten P.s galten v.a. der Funktionentheorie (Picardscher Satz), spätere Arbeiten betrafen die Analysis (Existenzsatz für Lösungen von Differenzialgleichungen, verbunden mit dem picardschen Iterationsverfahren zur Konstruktion von Lösungen), die Algebra und die Geometrie, insbesondere die algebraische Geometrie und Topologie.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 17, S. 148
      Gottwald S. 367-368
      Meschkowski S. 208
      Pogg. III. S. 1037, IV. S. 1156-1158
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Picard_Emile/
      //de.wikipedia.org/wiki/%C3%89mile_Picard
⇒   15B, 16H

Pietzker, Friedrich
Gymnasiallehrer, * Sondershausen 18. 12. 1844, † Nordhausen 11. 7. 1916.
Er studierte in Berlin, Königsberg und Göttingen Mathematik und wirkte als Mathematiklehrer in Tarnowitz und später als Professor und Oberlehrer am Königl. Gymnasium in Nordhausen. Er war Vorsitzender des Fördervereins für den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht und Herausgeber von dessen Zeitschrift Unterrichtsblätter. Er nahm an der zeitgenössischen Diskussion über eine Universalsprache wie Volapük teil.
1897 wurde er Mitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und ab 1906 Mitglied der Leopoldina. Pietzker wurde 1913 ins Preußische Abgeordnetenhaus gewählt.
      Quelle:
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Pietzker
⇒   16S

Plücker, Julius
Mathematiker und Physiker,
* Elberfeld (heute zu Wuppertal) 16.7.1801, † Bonn 22.5.1868;
wurde 1828 Prof. in Bonn, 1832 in Berlin, 1834 in Halle (Saale); wirkte ab 1836 wieder in Bonn, wo er die Mathematik und ab 1847 auch die Physik vertrat.
P.s mathemat. Arbeiten betrafen die Geometrie, wo er mit A. F. Möbius und H. Grassmann der analyt. Behandlungsweise zum Durchbruch verhalf. Er führte u.a. die homogenen Koordinaten in die projektive Geometrie ein und entwickelte die Liniengeometrie, die mit den herkömmlichen geometrischen Vorstellungen brach. Weitere wichtige Untersuchungen galten den Singularitäten algebraischer Kurven. - In der Physik beschäftigte sich P. mit elektr. Entladungen in verdünnten Gasen (Zusammenarbeit mit dem Mechaniker H. Geissler), weshalb er mit seinem Schüler J. W. Hittorf als Entdecker der Kathodenstrahlung gilt. Durch seine Erkenntnis, dass jedes Gas ein charakterist. Spektrum emittiert, wurde P. zum Wegbereiter der Spektralanalyse.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus Bd. 17, S. 245
      ADB Bd. 26, S. 321-323
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/pluecker.htm
      //de.wikipedia.org/wiki/Julius_Pl%C3%BCcker
⇒   14L

POINCARÉ, Henri
NR 27. 1912, S. 476-479
⇒   16H, 27P

Poinsot, Louis

franz. Mathematiker und Physiker, * Paris 3. 1. 1777, † Paris 5. 12. 1859;
Studium (1794-97) und später Professor (ab 1809) an der École Polytechnique in Paris. Poinsot hat v. a. die geometrische Statik weiterentwickelt und zur Theorie der Kreiselbewegung gearbeitet; er führte 1804 den Begriff des Kräftepaars und 1834 das Drehmoment und das Trägheitsellipsoid ein. Andere Arbeiten betrafen den eulerschen Polyedersatz und die Zahlentheorie.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Louis_Poinsot
⇒   15B

Poncelet, Jean Victor
franz. Mathematiker und Physiker, * Metz 1. 7. 1788, &sdagger; Paris 22. 12. 1867;
entwickelte die Grundzüge der projektiven Geometrie, die er in seinem Werk »Traité des propriétés projectives des figures« (1822) niederlegte. In der Folgezeit wurde Poncelet zu einem der wichtigsten Vertreter der projektiven Geometrie und zugleich zu einem der heftigsten Gegner der analytischen Geometrie (u. a. Auseinandersetzung mit A. L. Cauchy über das »Kontinuitätsprinzip«). Poncelet war später an einer Militärschule in Metz tätig, 1848 wurde er Leiter der École Polytechnique in Paris. Er führte grundlegende Untersuchungen über Hydraulik und Festigkeitslehre durch und war erfolgreich um die Einführung des Begriffs der mechanischen Arbeit in Physik und Technik bemüht.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online
      //de.wikipedia.org/wiki/Jean-Victor_Poncelet
⇒   14L, 18C

Poselger, Friedrich Theodor
dt. Mathematiker, * Elbing 27. 5. 1771, † Berlin 9. 2. 1838.
Er studierte 1789-1792 in Halle und Göttingen Theologie und Jura. Danach war er Stadtrat in Elbing. Ab 1808 studierte er Mathematik in Berlin, hielt ab 1817 Vorlesungen un der dortigen Kriegsschule (ab 1823 als Professor).
Poselger übersetzte die Abhandlung von Diophantos von Alexandria über Polygonalzahlen (1810) und veröffentlichte über die Mechanik des Aristoteles und das 10. Buch der Elemente Euklids.
      Quelle:
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Theodor_Poselger
⇒   21D

Quincke, Georg Hermann
Physiker,
* Frankfurt (Oder) 19. 11. 1834, † Heidelberg 13. 1. 1924, Bruder von Heinrich Irenäus Quincke;
Professor in Berlin, Würzburg und Heidelberg. Quincke erfand 1866 das nach ihm benannte, vom Instrumentenbauer Karl Rudolf König (* 1832, † 1901) mit einem Posaunenauszug versehene Interferenzrohr und gab 1885/86 ein Verfahren zur Messung der magnetischen Feldstärke aus der Steighöhe paramagnetischer Flüssigkeiten in kommunizierenden Röhren an.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-03)
      NDB Bd. 21, S. 47-48
      //de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hermann_Quincke
⇒   16S

Quellen zu den Kurzbiographien


Letzte Änderung: April 2026     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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