Leo Koenigsberger: Hermann von Helmholtz

Personenregister K

Kant, Immanuel
Philosoph,
* Königsberg (heute Kaliningrad) 22.4.1724, † ebd. 12.2.1804; Studium in Königsberg; 1746-55 Hauslehrer; 1755 Promotion und Habilitation, danach als Privatdozent und ab 1770 als Professor für Logik und Metaphysik in Königsberg tätig. Kant verbrachte sein ganzes Leben im Raum Königsberg.
      Quellen:
      Brockhaus 11, S. 449-451
      ADB Bd. 15, S. 81-97
      NDB Bd. 11, S. 110-125
      Pogg. I. Sp. 1222-1223
      //de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant
⇒ I: 30, 215, 242, 244, 247, 278, 284-286, 291, 292, 336, 339.
⇒ II: 80, 83, 86, 140, 141, 146, 159, 160, 161, 235, 382.
⇒ III: 58, 60.

Karsten, Gustav
Mineraloge und Physiker,
* Berlin 24.11.1820, † Kiel 15.3.1900.
K. habilitierte sich nach dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften 1845 in Berlin. 1847 wurde er nach Kiel berufen, wo er sich besonders der Meeresphysik widmete.
      Quellen:
      NDB Bd. 11, S. 304 f.
      //de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Karsten
⇒ I: 58, 117, 159, 203, 265.

Kaulbach, Wilhelm von (seit 1866)
Maler,
* Arolsen 15. 10. 1805, † München 7. 4. 1874;
Schüler von P. Cornelius in Düsseldorf, lebte ab 1826 in München und war dort ab 1837 Hofmaler Ludwigs I. Nach einem Aufenthalt in Rom (1838–39) wurde Kaulbach 1849 Direktor der Akademie in München. Kaulbach schuf v. a. effektvoll-theatralische Decken- und Wandgemälde mit historischen, allegorischen und mythologischen Darstellungen sowie zahlreiche Porträts. Zu seinen besten Leistungen gehören die Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, z. B. zu Goethes »Reineke Fuchs« (1841–46).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-17)
      ADB Bd. 15, S. 478-484
      NDB Bd. 11, S. 356-357
      //de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Kaulbach
⇒ I: 320.

Kepler, Johannes
Astronom und Mathematiker,
* 27.12.1571 in Weil (heute Weil der Stadt), † 15.11.1630 in Regensburg, Begründer der Himmelsmechanik.
Leben
Kepler, der aus bescheidenen Verhältnissen stammte, besuchte die Lateinschule in Leonberg. 1583 legte er das »Landexamen« ab, was ihm die Berechtigung verschaffte, ein Theologiestudium als Stipendiat zu absolvieren. Er besuchte die Klosterschulen in Adelberg (1584) und Maulbronn (1586) und kam 1589 an d ie Universität Tübingen, um dort evangelische Theologie zu studieren. Sein wichtigster Lehrer war der Mathematiker und Astronom Michael Mästlin, der ihn mit dem kopernikanischen Weltbild vertraut machte. 1594 ging Kepler als »Lehrer der Mathematik und der Moral« an die evangelische Stiftsschule nach Graz. Zugleich wurde er Mathematiker der Landesregierung und erstellte in dieser Eigenschaft Kalender mit »Prognostica«. Da seine Voraussagen für das Jahr 1594 (kalter Winter, Türkeneinfall) weitgehend zutrafen, wurde Kepler als Astrologe schnell berühmt. 1596 erschien das »Mysterium cosmographicum« (»Das Weltgeheimnis«), in dem Kepler in spekulativer Weise das kopernikanische System mit den fünf platonischen Körpern verknüpfte.
Wichtige Beiträge zu Astronomie und Physik
1600 wurde Kepler mit seiner Familie im Zuge der Gegenreformation aus Graz vertrieben und siedelte nach Prag über, wo er Assistent von T. Brahe, nach dessen Tod (1601) sein Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker Kaiser Rudolfs II. wurde. Bei der Auswertung des ihm von Brahe überlassenen Beobachtungsmaterials erkannte Kepler, dass nur die Annahme einer Ellipsenbahn für den Mars mit den Daten vereinbar war. Indem Kepler die Erfahrung in ihrem Aussagewert über die Autoritäten und über die Bibel stellte, vollzog er eine für die neuzeitliche Naturwissenschaft entscheidende Wendung. In der Folgezeit beschäftigte sich Kepler intensiv mit der antiken Kegelschnittlehre (→ Apollonios von Perge) und erkannte, dass sich die Parabel als Grenzfall von Ellipse und Hyperbel auffassen lässt. Er stellte auch als Erster Brennpunktsgleichungen für die Kegelschnitte auf. Seine Entdeckung des ersten und zweiten keplerschen Gesetzes teilte er 1609 in der »Astronomia nova« (»Neue Astronomie«) mit. Das dritte keplersche Gesetz findet sich erst in »Harmonices mundi« (»Weltharmonik«) von 1619, ein Versuch, im Bau des Sonnensystems einfache Zahlenverhältnisse zu ergründen. Wichtig für die weitere Entwicklung der Physik war Keplers These (1621), eine von der Sonne ausgehende Kraft (lateinisch »vis«; später von Newton als Gravitation erklärt) verursache die Planetenbewegung. Unter dem Eindruck zunehmender Repressionen nahm Kepler 1611 eine Anstellung als Mathematiker in Linz an. Im gleichen Jahr erschien seine »Dioptrice« (»Dioptrik«), die die geometrische Optik behandelt und in der er den Strahlengang in dem heute nach ihm benannten keplerschen Fernrohr konstruierte. In der Optik leistete Kepler u. a. auch Beiträge zum Sehvorgang, zur Theorie der Lichtausbreitung und Linsen. Nach ihm benannt sind in der Astronomie die keplersche Gleichung (→ Anomalie) und das keplersche Problem (→ Zweikörperproblem).
Wichtige Beiträge zur Mathematik
Keplers wichtigster Beitrag zur Mathematik ist die »Nova stereometria doliorum vinariorum« (»Neue Stereometrie der Fässer«) aus dem Jahre 1615, in der er Flächen und Volumina mithilfe von Indivisibilien berechnete (→ keplersche Fassregel). Der Umgang mit dem Unendlichen, den Kepler hier vorführte, hat entscheidend zur Entstehung der modernen Infinitesimalrechnung (→ Analysis) beigetragen. Keplers Ansatz wurde u. a. von G. Galilei und B. Cavalieri aufgegriffen.
Tafelwerke
Bereits seit 1601 arbeitete Kepler an der Erstellung eines Tafelwerkes mit Sonnen-, Mond- und Planetenörtern. Erst mithilfe der neu entdeckten Logarithmen (→ J. Napier, 1614) gelang es ihm schließlich, die aufwendigen Rechnungen, die hierfür erforderlich waren, durchzuführen. Die »Tabulae Rudolphinae« (→ Rudolfinische Tafeln) erschienen nach vielen Schwierigkeiten 1627 und bildeten von da an für 200 Jahre die Grundlage vieler astronomischer Berechnungen. Mit seiner Einleitung in das Rechnen mit Logarithmen (»Chilias logarithmorum«, 1624) trug Kepler zur Verbreitung der neuen Rechenart in Deutschland bei.
Nachdem 1626 die Gegenreformation in Linz gesiegt hatte, verbrachte Kepler mehrere Jahre auf Reisen, v. a. auf der Suche nach einem Verleger für die »Rudolfinischen Tafeln«. Ein vorteilhaftes Angebot des Kaisers, das an die Bedingung geknüpft war, katholisch zu werden, lehnte Kepler ab. 1628 trat er als Mathematiker in die Dienste von A. von Wallenstein und ließ sich in Sagan (Schlesien) nieder. Kepler starb auf einer Reise nach Linz in Regensburg. Sein letztes Werk war die utopische Beschreibung »Somnium seu astronomia lunaris« (»Traum oder Astronomie des Mondes«, 1634), in der er das Leben der Mondbewohner schilderte.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 15, S. 603-624
      NDB Bd. 11, S. 494-508
      //de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kepler
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/kepler.htm
⇒ II: 38.

Ketteler, Eduard
Physiker,
* Bocholt 18.4.1836, † Münster 8.12.1900;
Ketteler studierte von 1855 bis 1860 Naturwissenschaften und wurde 1862 in Berlin promoviert. 1865 habilitierte er sich in Bonn und wurde dort Privatdozent für Physik. 1872 avancierteer zum a.o. Professor und 1888 zum ordentlichen Professor.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Ketteler
⇒ II: 228.

Kirchhoff, Ernst
Arzt,
* Heidelberg 22.8.1859, † Berlin 1.7.1943; Sohn des Physikers Gustav Kirchhoff.
Nach dem Studium der Medizin war er von 1884 bis 1887 Assistent von Schönborn in Königsberg und bis 1889 Assistent von Bergmann in Berlin. Anschließend ließ er sich als praktischer Arzt nieder.
      Quellen:
      Pagel
      Hübner [s.u.], S. 270
⇒ III: 123.

Kirchhoff, Gustav (Robert)
Physiker,
* Königsberg (heute Kaliningrad) 12.3.1824, † Berlin 17.10.1887. Bereits als Student in Königsberg (1845/46) entdeckte K. die Gesetze der Stromverzweigung. 1850 wurde K. nach Breslau berufen, wo er im folgenden Jahr R. Bunsen kennen lernte, dem er 1854 nach Heidelberg folgte. Zus. mit diesem entwickelte K. die Spektralanalyse (1859/60). In diesen Zeitraum fällt auch die Formulierung des kirchhoffschen Strahlungsgesetzes (1859) und die Definition des schwarzen Strahlers (1862). Mithilfe des von ihm entdeckten Gesetzes gelang es K., die fraunhoferschen Linien zu erklären. Andere Beiträge betrafen die Mechanik, die Akustik (Erklärung der Chladni-Figuren) und die Elektrozitätsleitung, wobei er erkannte, dass diese annähernd mit Lichtgeschwindigkeit erfolgt (1857). 1875-86 war K. Prof. in Berlin.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 12, S. 24
      DSB 7, 379-383
      HGL  S. 135
      ADB Bd. 51, S. 165-167
      NDB Bd. 11, S. 649-653
      Pogg. I. Sp. 1260-1261, III. S. 720-721, IV. S. 750-751
    
Hübner, Klaus: Gustav Robert Kirchhoff : das gewöhnliche Leben eines außergewöhnlichen Mannes. - Ubstadt-Weiher [u.a.] : Verlag Regionalkultur, 2010. - 311 S.
ISBN 978-3-89735-606-1       (Signatur UB Heidelberg: 2010 H 389)
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/kirchhoff.htm
      //mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Kirchhoff/
      //de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Robert_Kirchhoff
⇒ I: 84, 89, 90, 126, 155, 160, 178, 180, 182, 188, 274, 295, ✉ 299, 312, 317.
⇒ II: 4, 5, 13, 47, 93, 99, 114, 174, 178, 179, 180, 182, 184, 201, 202, 352, 358.
⇒ III: 9, 25.

Klein, (Christian) Felix
Mathematiker, * Düsseldorf 25. 4. 1849, † Göttingen 22. 6. 1925; ab 1872 Professor in Erlangen, 1875 in München, 1880 in Leipzig und ab 1886 in Göttingen. Kleins Arbeitsgebiete waren v.a. die Funktionentheorie und die Geometrie. Sein 1872 vorgelegtes Erlanger Programm schuf, gestützt auf den bei seinem Lehrer C. Jordan entlehnten Gruppenbegriff, Ordnung in der Vielzahl der Geometrien. 1871 und 1873 publizierte Klein zwei wichtige Arbeiten zur nichteuklidischen Geometrie, in denen er das heute nach ihm benannte projektive Modell derselben entwickelte. Die nachfolgenden Jahre galten der Auflösung der Gleichung fünften Grades mit transzendenten Mitteln sowie der Entwicklung der Theorie der elliptischen und der automorphen Funktionen. In den 90er-Jahren setzte sich Klein verstärkt mit den Anwendungen der Mathematik auseinander und schrieb mit A. Sommerfeld ein Werk über den Kreisel. Zunehmend wurde Klein auch wissenschaftsorganisatorisch tätig. Nach 1900 setzte er sich für die Modernisierung des mathematischen Unterrichts an Schule und Hochschule ein.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 12, S. 73
      Meschkowski S. 140-144
      DMV  Bd. 34, S. 89 und 197-213
      NDB Bd. 11, S. 736 f.
      Pogg. III. S. 724-725, IV. S. 756-757
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Klein.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Felix_Klein
⇒ III: ✉ 80, ✉ 93-94, 95.

Kleomenes III.
König von Sparta (235–222/219 v. Chr.),
* um 260 v. Chr., † Alexandria 219 v. Chr.;
schuf 227 durch Vergrößerung der spartanischen Bürgerschaft (Ergänzung der stark gesunkenen Anzahl der Spartiaten durch Periöken) und die Abschaffung des Ephorats die Grundlage für einen Wiederaufstieg Spartas, unterlag aber im Kampf um die Vorherrschaft auf der Peloponnes 222 v. Chr. Antigonos III. Doson von Makedonien und dem Achaiischen Bund. Er floh nach Ägypten, wo er nach missglücktem Umsturzversuch ums Leben kam (Biografie von Plutarch).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-25)
      //de.wikipedia.org/wiki/Kleomenes_III.
⇒ I: 99.

Klotzen
[Genauere Angaben konnten nicht ermittelt werden.]
⇒ I: 32.

Knapp, Hermann
Augenarzt,
* Dauborn bei Limburg/Lahr 17.3.1832, † Marmoroneck (New York, USA) 30.4.1911.
Er habilierte sich 1859/69 als Assistent von Hermann Helmholtz in Heidelberg. Dort richtete er 1862 in der Hauptstr. 35 eine private Augenklinik ein, für die er nach seiner Ernennung 1865 zum a.o. Prof. einen Zuschuss erhielt. Er strebte die Errichtung einer Universitätsaugenklinik an. Als sich dieser Plan verzögerte, wanderte er 1868 nach New York aus. Dort gründete er ein Krankenhaus mit Poliklnik und die Zeitschrift »Archives of Ophthalmology and Otology«.
      Quellen:
      NDB Bd. 12, S. 155
⇒ II: 219, 263.
⇒ III: 71, 72, 82, 83, 86, 89, 90, 92, 96.

Knapp, R., Dr.
Arzt am Friedrich-Wilhelm-Institut,
1838 Pensionärarzt, 1840 Stabsarzt, ab 1845 nicht mehr in Berlin.
      Quellen:
      Berlin Adressen 1837 - 1845
⇒ I: 26.

Knoblauch, (Karl) Hermann
Physiker,
* Berlin 11.4.1820, † Baden-Baden 30.6.1895. K. studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung in Berlin Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie. 1848 habilitierte er sich, wurde 1849 in Privatdozent in Bonn und wenige Monagte später a.o. Prof. in Marburg. 1853 wuwrde er als ord. Prof. nach Halle berufen.
K. gehörte 1845 zu den Gründern der Physikalischen Gesellschaft in Berlin.
      Quellen:
      ADB Bd. 51, S. 256-258
      //de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Knoblauch
⇒ I: 58, 149.

König, Arthur
Physiker,
* Krefeld 13.9.1856, † Berlin 26.10.1901
studierte in Bonn, Heiddelberg und Berlin, wo er 1879 Assistent von Hermann von Helmholtz wurde. Ab 1883 widmete er sich der physiologischen Optik und wurde 1890 Direktor der Physik-Abt. des Physiolog. Inst. der Berliner Universität. Mitherausgeber des literarischen Nachlasses von Helmholtz. Redigierte seit 1888 Verhandlungen der Physikalischen Gesellschaft.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Arthur_K%C3%B6nig_(Physiker)
⇒ II: 288, 335.
⇒ III: 71, 136, 138.

Koenig, Rudolph
Akustiker,
* Königsberg 1832, † Paris 1901; eröffnete 1858 eine Werkstatt für akustische Apparate in Paris.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Rudolph_Koenig
⇒ II: 75.

Koenigsberger, Leo
(Autor)
* Posen 15.10.1837, † Heidelberg 15.12.1921
K. studierte in Berlin Mathematik, gefördert von seinem früheren Hauslehrer und späteren Kollegen Lazarus Fuchs, mit dem er zeit seines Lebens in engem Kontakt blieb. 1860 wurde er bei K. Weierstraß, der auf ihn den nachhaltigsten Einfluß ausübte, zum Dr. phil. promoviert. Vier Jahre lang unterrichtete er Mathematik und Physik am Berliner Kadettenkorps, bevor er 1864 eine außerordentliche, 1866 eine ordentliche Professur an der Universität Greifswald antrat. 1869 folgte er einem Ruf nach Heidelberg, wo er mit Bunsen, Kirchhoff und insbesondere mit Helmholtz in engen Kontakt trat. 1875 begab sich K. für 2 Jahre nach Dresden, um den mathematischen Unterricht an der polytechnischen Schule neu zu gestalten, folgte jedoch 1877 einem Ruf nach Wien, wo er nach eigener Ansicht die wissenschaftlich fruchtbarsten Jahre verbrachte. Beim Weggang von Fuchs kehrte er 1884 nach Heidelberg zurück, wo er sich 1914 infolge eines Augenleidens emeritieren ließ, dann aber wegen Dozentenmangels seine Lehrtätigkeit bis 1918 doch wieder aufnahm. Als Wissenschaftler war K. sehr vielseitig. Er führte mit zahlreichen bedeutenden Gelehrten einen ausgedehnten Briefwechsel, zum Beispiel mit ?Sophus Lie, Ch. Hermite und A. Cayley, und pflegte persönlichen Umgang mit H. Hertz. Seine berühmteste Schülerin war Sonja Kowalewskaja.
Seine über 160 Abhandlungen und kleineren Schriften, zu denen eine Reihe bedeutender, lehrbuchartiger Darstellungen hinzukommt, sind hauptsächlich drei Gebieten gewidmet: der Theorie der elliptischen Funktionen beziehungsweise der Differentialgleichungen und der Mechanik, Gebiete, die alle bereits in seiner Dissertation anklingen. Während seine Arbeiten über elliptische und Abelsche Funktionen das Transformationsproblem und das Abelsche Theorem hervorheben, treten in seinen Veröffentlichungen über Differentialgleichungen in erster Linie deren algebraische Eigenschaften in den Vordergrund, insbesondere der Begriff der Irreduzibilität. Seit etwa 1895 beschäftigte sich K. mit den allgemeinen Prinzipien der Mechanik und damit zusammenhängenden Problemen der Variationsrechnung. Darüber hinaus behandelte er Einzelfragen der Analysis und Algebra, vor allem aber hatte er erkenntnistheoretische und wissenschaftshistorische Interessen. Um so wichtiger war für ihn der Kontakt mit dem Mathematikhistoriker ?Moritz Cantor in Heidelberg. Die beiden bedeutendsten Arbeiten K.s auf diesem Gebiet waren die umfangreiche, anläßlich des 100. Geburtstags von C. G. J. Jacobi 1904 erschienene Biographie, zu der ihn schon 1879 Weierstraß angeregt hatte, und an die sich später eine Reihe mathematikhistorischer Studien von L. Schlesinger, A. Krazer und P. Stäckel anlehnten, sowie die|dreibändige Helmholtz-Biographie (1902 f.)
(aus NDB)
      Quellen:
      HGL  S. 145
      NDB Bd. 12, S. 355 f.
      Bad. Biogr., NF 5, S. 151-153
      Pogg. III. S. 735-736, IV. S. 780-781
      //histmath-heidelberg.de/homo-heid/koenigsberger.htm
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Konigsberger.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Leo_Koenigsberger
⇒ I: Vorwort.
⇒ II: Vorwort, 180, 184, 286, 326.
⇒ III: Vorwort, 26, 32, 121.

Kohlrausch, Friedrich Wilhelm Georg
Physiker,
* Rinteln 14. 10. 1840, † Marburg 17. 1. 1910;
Professor in Göttingen, Zürich, Darmstadt und Würzburg, ab 1888 in Straßburg; 1895–1905 Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin-Charlottenburg, zu deren Weltgeltung Kohlrausch entscheidend beitrug. Kohlrausch arbeitete über das Leitvermögen der Elektrolyte, bestimmte 1885 die absolute Wanderungsgeschwindigkeit von Ionen (Kohlrausch-Gesetz), das elektrochemische Äquivalent von Silber (mit seinem Bruder Wilhelm, * 1855, † 1936) und entwickelte elektrische und magnetische Messinstrumente. Weite Verbreitung fand sein »Leitfaden der praktischen Physik« (1870), der unter dem Titel »Praktische Physik« (3 Bde., 241996) zahlreiche Auflagen erfuhr; letzte Auflage (1996) seit 2012 auch digital verfügbar.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-01)
      NDB Bd. 12, S. 430-431
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kohlrausch_(Physiker)
⇒ II: 242, 312.

Kopernikus, Copernicus, Nikolaus, eigentlich N. Koppernigk, polnisch Kopernik
Astronom und Mathematiker,
* 19.2.1473 Toruń, † 24.5.1543 in Frauenburg (polnisch Frombork).
Kopernikus revolutionierte die Astronomie durch die von ihm ausgearbeitete heliozentrische Theorie des Planetensystems.
Nach dem frühen Tod des Vaters (1483) hat sein Onkel Lukas Watzenrode (1488–1512, Bischof des Ermlandes) die Ausbildung von Kopernikus überwacht. 1491–94 beschäftigte sich Kopernikus in Krakau mit humanistischen, mathematischen und astronomischen Studien. 1496–1503 hielt er sich in Italien auf. In Bologna und Padua hörte er Medizin und Rechtswissenschaft. 1500 wurde er von Papst Alexander VI. zu astronomischen Vorlesungen nach Rom berufen und 1503 erfolgte die juristische Promotion in Ferrara. Nach Frauenburg zurückgekehrt, wurde Kopernikus Sekretär und Leibarzt seines Onkels. 1510 übernahm er die Verwaltungsaufgaben eines Domherrn zu Frauenburg.
Ein neues Weltsystem
Ausgangspunkt für Kopernikus bei der Schaffung seines neuen Weltsystems war die mangelnde Übereinstimmung des überlieferten geozentrischen Weltsystems des C. Ptolemäus mit den Beobachtungsdaten. An den physikalischen Grundlagen dieses Systems — den aristotelischen Forderungen nach Kreisförmigkeit der Bahnen und Gleichförmigkeit der Bewegungen — rüttelte Kopernikus nicht. Vielmehr sah er in der Verletzung der zweiten Forderung im ptolemäischen Weltsystem einen entscheidenden Nachteil desselben. Allerdings gelang es Kopernikus nicht, mit seinem System bessere Voraussagen zu gewinnen, was u. a. T. Brahe dazu veranlasste, es zu verwerfen. Erst die Einführung der Ellipsenbahnen durch J. Kepler verhalfen dem heliozentrischen Weltsystem zum Durchbruch. Kopernikus sah sich gezwungen, zur Verbesserung seines Systems ähnlich wie Ptolemäus Epizykeln (insgesamt 34) einzuführen (→ Epizykeltheorie).
Größere Verbreitung fanden die Ideen des Kopernikus durch den Wittenberger Mathematiker G. J. Rheticus, der sich 1539–41 in Frauenburg aufhielt. Das Hauptwerk von Kopernikus, »De revolutionibus orbium cœlestium libri VI« (deutsch u. a. als »Über die Kreisbewegungen der Weltkörper«), das dieser jahrelang als Manuskript unter Verschluss hielt, erschien 1543 in Nürnberg. Sein Druck wurde anfangs von Rheticus, später von A. Osiander überwacht. Letzterer stattete das Werk mit einem Vorwort aus, in dem er das Weltsystem des Kopernikus — im Widerspruch zu dessen Ansichten — als ein rein hypothetisches bezeichnete. Von kirchlicher Seite angegriffen wurde das Werk von Kopernikus erst im Zuge der Auseinandersetzungen mit G. Galilei. 1616 wurde es auf den Index gesetzt. Ein heftiger Gegner des Kopernikus war P. Melanchthon. Die mathematischen Teile des kopernikanischen Hauptwerkes, die die Trigonometrie betreffen (u. a. Wiedereinführung der Sekansfunktion), wurden bereits 1542 von Rheticus unter dem Titel »De lateribus et angulis triangelorum« veröffentlicht.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 4, S. 461-469
      NDB Bd. 3, S. 348-355
      //de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Kopernikus
⇒ I: 289.
⇒ II: 37.

Kopp, Hermann (Franz Moritz)
Chemiker, * Hanau 30.10.1817, † Heidelberg 20.2.1892; Prof. in Gießen (1843-63), danach in Heidelberg; arbeitete über den Zusammenhang der physikal. Eigenschaften (bes. Siedepunkt, Dampfdichte, spezif. Wärme) mit der Konstitution organ. Verbindungen und veröffentlichte wesentl. Beiträge zur Chemiegesch. (u.a. »Gesch. der Chemie«, 4 Bde., 1843-47).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 12, S. 367
      HGL S. 145-146
      ADB Bd. 55, S. 820-826
      NDB Bd. 12, S. 567 f.
      Pogg. I. Sp. 1304-1305, III. S. 742, IV. S. 792
      //de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Kopp_(Chemiker)
⇒ II: 47.

Kothe, Traugott Wilhelm
Militärarzt,
† April 1848.
K. war von 1843 bis 1848 Generalarzt des Garde-Corps.
      Quellen:
      Berliner Adressen
      Neuer Nekrolog der Deutschen. Jg. 26. 1848 (1850), Nr. 983
⇒ I: 62.

Krause, Karl Christian Friedrich
philosophischer und freimaurer. Schriftsteller,
geb. 6. Mai 1781 zu Eisenberg im Altenburgischen, studierte in Jena unter Fichte und Schelling Philosophie, habilitierte sich 1802 daselbst als Privatdozent, wurde 1805 Lehrer an der Ingenieurakademie in Dresden, ließ sich 1814 in Göttingen als Privatdozent nieder, ohne es aber zu einer Professur bringen zu können, siedelte 1831 in gleicher Absicht nach München über, starb aber daselbst schon 27. Sept. 1832, ohne seinen Zweck erreicht zu haben. K. ist Begründer eines eignen philosophischen Systems geworden, das er im Gegensatz zu dem Schelling-Hegelschen Pantheismus (All-Gott-Lehre) als Panentheismus (All-in-Gott-Lehre) und als die höhere Vereinigung sowohl des (Schelling-Hegelschen) Absolutismus als des (Kant-Fichteschen) Subjektivismus bezeichnet hat. Das gesamte Universum bildet nach K. einen "Gliedbau" von einander über- und untergeordneten Weltkörpersystemen, das gesamte Geisterreich einen ebensolchen von einander über- und untergeordneten Geisterklassen, von welchen, wie unsre Erde nur ein Glied des Weltalls, so unsre Menschheit nur einen (mit allen höhern und niedern zusammenhängenden und sich durch diese ergänzenden) Teil ausmacht. Da nun das eine wie das andre seine Einheit in Gott als dem alles Endliche in sich enthaltenden Unendlichen findet, so geht die Aufgabe der Menschheit nach K. dahin, einen allgemeinen Menschheitsbund zu begründen, welcher als Abbild des organisch gegliederten Weltalls und Geisterreichs in Gott einen organischen "Gliedbau" der Menschheit als eines in allen einzelnen Teilen gleichförmig vollendeten und harmonisch lebenden Ganzen darstellt. Die Anfänge dieser Idee, welche sich mit dem sozialen Problem einer Organisation der Gesellschaft nahe berührte, glaubte K. im Freimaurerbund zu finden, welchem er 1805 beitrat, und in dessen Interesse er eine Reihe von Schriften verfaßte.
(aus Meyers Konversationslexikon)
      Quellen:
      Meyer Konv. Bd. 10, S. 167-168
      ADB Bd. 17, S. 75-79
      NDB Bd. 12, S. 704-707
      //de.wikipedia.org/wiki/Karl_Christian_Friedrich_Krause
⇒ I: 289.

Krauss, Georg
Lokomotivenhersteller,
* Augsburg 25.12.1826, † München 5.11.1906;
nach dem Besuch der Polytechnischen Schule in Augsburg arbeitete er ab 1847 als Schlosser, Lokomotivführer und Maschinenmeister in Süddeutschland und Zürich. 1866 gründete er sein eigenes Unternehmen, das 1867 die erste Lokomotive auslieferte.
      Quellen:
      NDB Bd. 12, S. 715-716
      //de.wikipedia.org/wiki/Georg_Krau%C3%9F_(Industrieller)
⇒ II: 245.

Krigar-Menzel, Otto
Physiker,
* Berlin 2.11.1861; † Berlin 27.10.1929
Vom 1. August 1903 bis zu seiner Emeritierung 1927 ordentlicher Professor für Theoretische Physik in der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften, insbes. für Mathematik und Naturwissenschaften (ab 1916 Abt. VII, ab 1922 Fakultät I für Allgemeine Wissenschaften, insbes. für Mathematik und Naturwissenschaften) der Königlichen Technischen Hochschule (ab 1919 Technische Hochschule) zu Berlin.
In den Studienjahren 1905/06 und 1914/15 Vorsteher (Dekan) der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften.
Im Juni 1927 zum Ehrenbürger der Technischen Hochschule zu Berlin ernannt.
(aus Catalogus Professorum der TU Berlin)
      Quellen:
      //cp.tu-berlin.de/person/1626
⇒ III: 136.

Kronecker, Leopold
Mathematiker,
* Liegnitz 7.12.1823, † Berlin 29.12.1891; seit 1861 Mitgl. der preuß. Akad. der Wiss.en in Berlin; ab 1893 Prof. an der Berliner Universität. K. leistete wichtige Beiträge zu Algebra und Arithmetik. Er lehnte die damals aufkommende mengentheoretisch orientierte Grundlegung der Analysis ab und übte u.a. heftige Kritik an G. Cantor.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 12, S. 569
      Meschkowski S. 147-148
      DMV  Bd. 2, S. 5-31
      ADB Bd. 51, S. 393-395
      NDB Bd. 13, S. 82 f.
      Pogg. I. Sp. 1321, III. S. 752, IV. S. 807-808
      //de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kronecker
⇒ II: 180, 247, ✉ 290, 315, 326, 334, 335, 353.
⇒ III: ✉ 4.

Krüger, (Daniel Christian) Friedrich
Jurist und Diplomat,
Lübeck 22.9.1819, † Berlin 17.1.1896.
Minister in Kopenhagen, Gesandter der freien Hanssestädte zu Berlin seit 1866.
(aus Anna von Helmholtz - Register)
      Quellen:
      ADB Bd. 51, S. 404-408
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kr%C3%BCger
⇒ II: 309.

Kühne, Wilhelm
* Hamburg 28.3.1837, † Heidelberg 10.1.1900, dt. Physiologe.
Ab 1871 Professor in Heidelberg; bed. myo- und neurophysiolog. sowie physiolog.-chem. Untersuchungen. K. entdeckte die motor. Endplatte (,„Über die peripheren Endorgane der motor. Nerven“, 1862) und isolierte das Trypsin. 1878 führte er den Begriff „Enzym“ ein, um damit extrazelluläre gegen intrazelluläre („Fermente“) Wirkstoffe abzugrenzen. Diese Unterscheidung wurde durch E. Buchners Entdeckung der zellfreien Gärung gegenstandslos.
(aus Meyer)
      Quellen:
      Meyer 14, S. 431
      HGL S. 151-152
      NDB Bd. 13, S. 202 f.
      Pagel  Sp. 922-923
      Chronik der Stadt Heidelberg. - 8.1900 (1901), S. 107
      Pogg. IV. S. 813
      //de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kühne
⇒ II: 233.

Kundt, August (Adolph Eberhard)
Physiker,
* Schwerin 18.11.1839, † Israelsdorf (heute zu Lübeck) 21.5.1894; Prof. in Zürich, Würzburg, Straßburg und Berlin, erfand 1866 ein Verfahren, mithilfe von Staubfiguren im kundtschen Rohr die Schallgeschwindigkeit in festen Körpern und Gasen und damit das Verhältnis ihrer spezif. Wärmekapazitäten zu bestimmen. So bewies er 1876 mit E. WARBURG die Einatomigkeit des Quecksilberdampfes. 1871 entdeckte K. die Dispersion bei Gasen und 1879 mit W.C. RÖNTGEN die magnet. Drehung der Polarisationsebene des Lichtes für Gase; 1866 stellte er erstmals Metallspiegel durch Kathodenzerstäubung her. Der nach ihm benannte K.-Effekt ist die sehr starke Drehung der Polarisationsebene des Lichtes in ferromagnet. Substanz (Eisen, Nickel).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 12, S. 632-633
      NDB Bd. 13, S. 291
      Pogg. III. S. 757-758, IV. S. 818
      //de.wikipedia.org/wiki/August_Kundt
⇒ II: 71.
⇒ III: 26, 101, 102.

Kunth, Karl Sigismund
Botaniker,
* Leipzig 18.6.1788, † Berlin 22.3.1850.
Von 1813 bis 1826 erstellte K. die wissenschaftliche Beschreibung der von Alexander von Humboldt auf seiner Amerikareise aufgefundenen Pflanzen. 1829 kehrte er nach Deutschland zurück, um in Berlin eine Professorenstelle anzutreten.
      Quellen:
      ADB Bd. 17, S. 394-397
      //de.wikipedia.org/wiki/Karl_Sigismund_Kunth
⇒ I: 37.

Kußmaul, Adolf
Arzt,
* Graben (heute Graben-Neudorf, Landkreis Karlsruhe) 22. 2. 1822, † Heidelberg 27. 5. 1902;
war 1850–53 praktischer Arzt in Kandern, dann Dozent in Heidelberg, ab 1859 Professor in Erlangen, ab 1863 in Freiburg im Breisgau und 1876–88 in Straßburg. Kußmaul beschäftigte sich mit physiologischen, psychologischen und entwicklungsgeschichtlichen Themen, Letztere besonders aus der inneren Medizin und der Neurologie. 1869 führte er die »Magenpump« zur Behandlung von Magenkrankheiten ein, die später auch für die Diagnostik wertvoll wurde. Nach ihm ist die Kußmaulatmung (»große Atmung«) benannt, gekennzeichnet durch wenig gesteigerte Atemfrequenz bei stark vergrößertem Atemzugvolumen (Vorkommen im diabetischen Koma, in großen Höhen, während des Schlafs). — Prägte mit L. Eichrodt den Begriff des Biedermeier.
Werke:Jugenderinnerungen eines alten Arztes (1889); Aus meiner Dozentenzeit in Heidelberg (herausgegeben 1903).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-09)
      NDB Bd. 13, S. 344-345
      //de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Ku%C3%9Fmaul
⇒ II: 342.
⇒ III: 139.

Letzte Änderung: April 2022     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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