Leo Koenigsberger: Hermann von Helmholtz

Personenregister L

Ladenberg, Adalbert von
Verwaltungsjurist und Politiker,
* Ansbach 18.2.1798, † Potsdam 15.2.1855.
L. wurde 1840 in das preußische Kultusministerium berufen und leitete die Abteilung für die evangelisch-geistlichen, die Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten. Ab 1848 verwaltete er das Kultusministerium
      Quellen:
      ADB Bd. 17, S. 499-502
      NDB Bd. 13, S. 385 f.
      //de.wikipedia.org/wiki/Adalbert_von_Ladenberg
⇒ I: 110.

Lagarde, Paul Anton de, eigentlich P. A. Bötticher
Orientalist und Kulturphilosoph,
* Berlin 2. 11. 1827, † Göttingen 22. 12. 1891;
befasste sich v. a. mit der Erforschung der Septuaginta und veröffentlichte seit 1847 syrische, koptische, arabische, lateinische und griechische Handschriften aus der alten Kirche. 1869 wurde Lagarde Professor für Orientalistik in Göttingen. Neben seinen Studien zur Entstehung der Septuaginta, widmete er sich politischen und kulturhistorischen Fragen. Er kritisierte die Kirche seiner Zeit, die sich von den Idealen Jesu entfernt habe, und plädierte für eine nationale, die Konfessionen überwindende Kirche. Daher rührte auch seine Abneigung gegen das Judentum: In einer Nation dürfe »nur eine Seele vorhanden sein«; die Juden könnten allerdings durch eine nationale Einstellung ihre »religiöse und volkstumsmäßige Andersheit« kompensieren. Das Werk Lagardes stand im Nationalsozialismus in hohem Ansehen, wobei besonders sein Antijudaismus Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie (A. Rosenberg) wurde.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-06)
      NDB Bd. 13, S. 409-412
      //de.wikipedia.org/wiki/Paul_de_Lagarde
⇒ I: 195.

Lagrange, Joseph Louis de, eigtl. Giuseppe Ludovico Lagrangia
frz. Mathematiker und Physiker ital. Herkunft,
* Turin 25.1.1736, † Paris 10.4.1813. L. lehrte bereits mit 19 Jahren an der Königl. Artillerieschule in Turin. Von 1766 bis 1786 war er als Nachfolger Eulers Direktor der math. Klasse der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin; danach lebte er in Paris.
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 5-6
      Meschkowski S. 151-152
      Pogg. I. Sp. 1343-1346
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Lagrange.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph-Louis_Lagrange
⇒ I: 51, 325.
⇒ II: 213, 215, 225, 323, 324, 325, 326, 327, 331, 375.
⇒ III: 108, 109, 110.

Lamprière
(engl. Colonel in Ronda und Gibraltar.)
[Weitere Angaben nicht ermittelbar.]
⇒ II: 271.

Land, Jan Pieter Nicolaas
Orientalist und Philosoph,
* Delft 23.4.1834, † Arnhem 30.4.1897;
studierte Philosophie und Theologie an der Universität Leiden, wo er 1857 promoviert wurde. 1859 wurde er in Amsterdam Sekretär der niederländischen Bibelgenossenschaft. Dort wurde er 1864 zum Professor für Philosophie und orientalische Sprachen an das Athenaeum Illustre berufen. 1872 wurde er Professor der Logik, Metaphysik und Geschichte der syrischen und semitischen Sprachen. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er Ende 1895 emeritiert.
1876 kritisierte Land Helmholtz Aufsatz „Ueber den Ursprung und die Bedeutung der geometrischen Axiome“ ( https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/13160/) in der Zeitschrift Mind. Dieser antwortete umgehend ( https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/13159/).
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Jan_Pieter_Nicolaas_Land
⇒ II: 156.

Langner, C. H.
Geh. Oberfinanzrat u. Gen. Commiss. der Königl. Hauptbank in Berlin von 1826 bis zu seinem Tod am 3.1.1842.
⚭ mit Emma Wilckens, Tochter des Wirkl. Geh. Oberfinanzrates Heinrich Albert Wilckens in Staffelde bei Nauen, der ein Bruder des Finanzrates Gustav Ferdinand Wilckens (1771– 1847) und des Geh. Oberrechnungsrates Friedrich Eugen Wilckens (1779–1829) in Potsdam war.
      Quellen:
      Berlin Adressen
     
Weiß, Erich: Gustav Ferdinand Wilckens : eine biographische Miniatur aus der preußischen Finanzverwaltung zum sogenannten preußischen Bauernbefreiungsedikt vom 9. Oktober 1807       online 
⇒ I: 29.

Lanner, Joseph Karl Franz
österreichischer Komponist,
* Wien 12. 4. 1801, † Oberdöbling (heute zu Wien) 14. 4. 1843;
gründete 1824 ein eigenes Orchester, in dem J. Strauß (Vater) spielte. Lanner wurde 1829 Musikdirektor der Redoutensäle in Wien. Er gilt als der eigentliche Schöpfer des Wiener Walzers, den er zum Zyklus (Introduktion - fünfgliedrige Walzerkette – Koda) erweiterte. Lanner komponierte über 200 Werke mit 112 Walzern (u. a. »Hofballtänze«, »Die Romantiker«, »Die Schönbrunner«, »Die Werber«) sowie 25 Ländlern, 10 Quadrillen, 28 Galopps, 3 Polkas und 6 Märschen.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-11)
      ADB Bd. 17, S. 698-699
      NDB Bd. 13, S. 619-620
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Lanner
⇒ I: 33.

Laplace, Pierre Simon Marquis de (seit 1817)
frz. Mathematiker und Physiker,
* Beaumont-en-Auge (Dep. Calvados) 28.,3. 1749, † Paris 5. 3. 1827; 1771 Examinator an der École militaire in Paris (u.a. prüfte er 1785 NAPOLEON BONAPARTE), 1785 Aufnahme in die Académie des sciences; seit 1794 Prof. an der neu gegründeten École normale.

Die bedeutendsten Beiträge von L. beziehen sich auf die Gebiete Himmelsmechanik und Kosmologie, Wahrscheinlichkeitstheorie sowie mathemat. Physik. Die 1796 erschienene »Exposition du Système du monde« enthält die These, das Sonnensystem sei durch Erkalten eines Gasnebels entstanden (»Nebularhypothese«, → Kant-Laplace-Theorie). Eine Zusammenfassung aller bis dahin bekannten Tatsachen aus dem Bereich der Himmelsmechanik unter dem leitenden Gesichtspunkt des Gravitationsgesetzes bieten die fünf Bände der »Mécanique céleste« (1799-1825). Besonderes Aufsehen erregte der darin erbrachte Beweis für die Unveränderlichkeit der großen Halbachsen der Planetenbahnen. L.s Werk wurde neben I. NEWTONS »Principia« zum Paradigma analyt. Physik. Mit seiner »Théorie analytique des probabilités« (1812) gelang es L. erstmals systematisch, wahrscheinlichkeitstheoret. Probleme mathematisch zu behandeln (u.a. Grenzwertsatz von Moivre-L., → zentraler Grenzwertsatz).

In der mathemat. Physik sind als Beiträge die L.-Differenzialgleichung, der L.-Operator, die Einführung der Kugelfunktionen und der Entwicklungssatz für Determinanten zu nennen. L. hat auch experimentelle Untersuchungen (teilweise in Zusammenarbeit mit A. L. LAVOISIER) durchgeführt (Wärmelehre, Kapillarität, Schallgeschwindigkeit).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 15, S. 443
      //www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Laplace.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Laplace
⇒ I: 215, 326.
⇒ II: 9, 38.
⇒ III: 58.

Laqueur, Ludwig
Augenarzt,
* Festenberg, Schlesien 7.7.1839, † Santa Margherita Ligure 20.4.1909.
L. wurde 1860 zum Dr. med. promoviert und 1872 a.o. Professor der Universität Straßburg. 1877 stieg er zum Ordinarius auf.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Laqueur
⇒ II: 341.

Larso (Prof. Berlin)
Larsow, Friedrich Ferdinand

Larsow, Friedrich Ferdinand
Gymnasialprofessor,
* Magdeburg 1.5.1807, † Berlin 3.10.1870;
studierte in Halle Theologie und Philologie insbesondere orientalische Sprachen; lehrte am Pädagogium zu Halle und — nach Ablegung der Lehramtsprüfung 1832 — am Grauen Kloster in Berlin. Im Jahre 1842 erhielt er den Titel Professor.
      Quellen:
      Programm Berlin Gymnasium zum grauen Kloster 1871, S. 26-27
⇒ I: 195.

Lassen, Christian
Indologe,
*Bergen 22.10.1800, † Bonn 8.5.1876;
studierte in Heidelberg und Bonn, lernte Sanskrit und fertigte in August Wilhelm von Schlegels Auftrag Abschriften von indischen Handschriften in London und Paris an. Danach wurde er 1827 in Bonn mit einer Schrift über den Panjab promoviert. 1830 wird er a.o. Prof. in Bonn und 1840 ord. Prof. für altindische Sprache und Literatur.
      Quellen:
      ADB Bd. 17, S. 784-788
      NDB Bd. 13, S. 673
      //de.wikipedia.org/wiki/Christian_Lassen
⇒ I: 262.

Latham, Robert Gordon
Ethnograph,
* Billingsborough 1812, † 1888;
studierte Medizin und wurde als Assistenzarzt am Middlesex-Hospital angestellt. Von 1823 bis 1833 hielt er sich in Dänemark und Schweden auf. Nach seiner Rückkehr wurde er als Professor der englischen Sprache und Literatur an das University College London berufen. Er beteiligte sich an der Gründung der Philological Society in London. 1863 ging er in den Ruhestand.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Robert_Gordon_Latham
⇒ I: 200.

Lauer, Gustav von
Militärchirurg,
* Wetzlar 10.10.1808, † Berlin 1889.
Nach der Ausbildung am Friedrich-Wilhelm-Institut wurde L. 1830 Kompaniechirurg, 1836 Pensionärarzt im Institut, 1839 Stabsarzt und 1843 Regimentsarzt. Seit 1845 habilitiert lehrte L. auch an der Berliner Universität. Seine militärische Karriere beendete er im Rang eines Generalleutnants (seit 1881).
      Quellen:
      ADB Bd. 51, S. 602
      NDB Bd. 13, S. 705-706
      //de.wikipedia.org/wiki/Gustav_von_Lauer
⇒ I: 43.

Laugel, Auguste
Historiker und Ingenieur,
* Hochfelden 20.1.1830, † Paris 22.10.1914;
war Bergbauingenieur und später Direktor der franz. Eisenbahngesellschaft.
      Quellen:
      //en.wikipedia.org/wiki/Auguste_Laugel
⇒ II: 73.

Lavoisier, Antoine Laurent de
französischer Chemiker,
* 26.8.1743 in Paris, † 8.5.1794 (hingerichtet) ebenda; einer der Begründer der modernen Chemie.
Lavoisier studierte Jura und Naturwissenschaften und wurde 1768 Mitglied der Académie des sciences. Ab 1772 widmete er sich der wissenschaftlichen Aufklärung des Verbrennungsvorganges. Er erkannte, dass dieser eine chemische Reaktion ist, während der Sauerstoff aufgenommen wird (Sauerstoff- oder Oxidationstheorie, 1789). Lavoisier widerlegte damit die bis dahin vorherrschende Phlogistontheorie. 1783 bewies er, dass Wasser eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff ist. 1785 führte er die organische Elementaranalyse als quantitative Analysenmethode ein. 1789 erschien sein Hauptwerk »Traité élémentaire de chimie« (2 Bände), in dem er u. a. eine pragmatische Elementdefinition gab und eine neue chemische Nomenklatur propagierte. Darüber hinaus befasste er sich mit physiologischen, mineralogischen, technischen, geologischen und meteorologischen Problemen. — Lavoisier wurde während der französischen Revolutionswirren als ehemaliger Steuerpächter der Erpressung angeklagt und durch die Guillotine hingerichtet. Er gehört zu den größten Persönlichkeiten der Chemiegeschichte.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      //de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Laurent_de_Lavoisier
⇒ I: 13, 49, 59, 82.
⇒ II: 40, 361.

Layard, Sir (seit 1878) Austen Henry
englischer Archäologe,
* Paris 5. 3. 1817, † London 5. 7. 1894.
Ausgedehnte Orientreisen ab 1839 führten zu Ausgrabungen in Assyrien (1845–1851), besonders in Nimrud (→ Kalach) und Ninive, die entscheidend für die Entstehung der Altorientalistik wurden.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-05)
      //de.wikipedia.org/wiki/Austen_Henry_Layard
⇒ I: 195.

Leber, Adam
Gymnasialprofessor,
*Durlach 3.12.1806, † Göttingen 20.12.1884;
Studium der Theologie und Romanistik in Halle und Heidelberg und wurde Gymnasialprofessor in Karlsruhe. Am 16. April 1838 heiratete er Apollonia Wüstenfeld (1814-1843), Tochter des Kaufmanns Fritz Wüstenfeld, die 1843 bei der Geburt des dritten Kindes verstarb. Ihre jüngere Schwester Louise (* 1821) heiratete den Physiker Philipp Jolly.
1844 wechselte Adam Leber auf das Heidelberger Lyzeum. Ende der fünfziger Jahre zog sich Leber aus dem Schuldienst zurück; er erwarb mehrere Grundstücke in der Friedrich-Ebert-Anlage (damals Leopoldstr.), bebaute sie und verkaufte oder vermietete die neu erbauten Häuser. 1861 wurde er Romanistikprofessor am Karlsruher Polytechnikum. Dort wirkte er bis zu seiner Zurruhesetzung.
      Quellen:
      //histmath-heidelberg.de/heidelberg/Personen/Adam_Leber.htm
⇒ I: 320.

Lehmann-Haupt, Carl Friedrich
Althistoriker und Altorientalist,
* Hamburg 11.3.1861, † Innsbruck 24.7.1938;
Nach dem Studium der Orientalistik (u.a. in Heidelberg) habilitierte er sich 1893 in Berlin. Dort wurde er 1901 a.o. Professor. Von 1911 bis 1914 wirkte er in England, von 1918 bis zur Emeritierung 1932 in Innsbruck.
      Quellen:
      NDB Bd. 15, S. 98-99
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Lehmann-Haupt
    
Kellner, Angelika: Carl Friedrich Lehmann-Haupt : das Leben eines fast vergessenen Althistoriker und Altorientalisten.
Aus der Zeitschrift Klio https://doi.org/10.1515/klio-2015-0010
⇒ III: ✉ 21-22.

Lehnert, Hermann
Jurist und Ministerialbeamter,
*Magdeburg 7.3.1808, † Berlin Okt. 1871;
arbeitete seit 1843 im Preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten. Von 1849 bis 1871 war er kommissarischer Direktor der Medizinalabteilung. Außerdem war er bis 1848 Universitätsrichter an der Berliner Universität.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Lehnert
⇒ I: 263.

Leibniz, Gottfried Wilhelm
Universalgelehrter, v. a. Philosoph und Mathematiker,
* 1.7.1646 in Leipzig, † 14.11.1716 in Hannover.
Leibniz war ein bedeutender Vertreter des philosophischen Rationalismus und übte maßgeblichen Einfluss auf die Philosophie der Aufklärung aus.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 18, S. 172-209
      NDB Bd. 14, S. 121-131
      //de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz
⇒ I: 89.
⇒ II: 39, 83, 117, 317, 319.

Lenard, Philipp
Physiker,
* Preßburg 7.6.1862, † Messelhausen (heute zu Lauda-Königshofen) 20.5.1947; Schüler von Heinrich Hertz, Prof. in Breslau, Aachen, Kiel und Heidelberg. L. schuf mit der durch Hertz angeregten Fensterröhre (L.-Fenster) erstmals die Möglichkeit, Kathodenstrahlen als freie Elektronen unabhängig von ihren Entstehungsbedingungen zu untersuchen. Er war führend an der Klärung der Natur dieser Strahlen beteiligt und wurde 1905 für seine Kathodenstrahluntersuchungen mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. L. untersuchte u.a. die Wechselwirkungen zw. Elektronen und Licht (Photoeffekt, Phosphoreszenz) und schuf damit die experimentelle Grundlage für das von A. Einstein aufgestellte photoelektr. Grundgesetz. Sein Dynamidenmodell (Atommodell) war ein Vorläufer des rutherfordschen Kernmodells des Atoms. Von L. wurde das Elektronenvolt (eV) als Energiemaß in die Physik eingeführt. - Als Antisemit und Gegener der Relativitätstheorie verfasste L. später eine 4-bändige »Dt. Physik« als Gegenstück zur »jüd. Physik«.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 281
      HGL S. 160
      NDB Bd. 14, S. 193-195
      Bad. Biogr. NF 2, S. 184-187
      Pogg. IV. S. 865
      //de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Lenard
⇒ III: 64, ✉ 104.

Lenbach, Franz von (seit 1882)
Maler,
* Schrobenhausen 13.12.1836, † München 6.5.1902. Malte über 80 Bildnisse von O. von Bismarck.
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 282
      NDB Bd. 14, S. 198-200
      //de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Lenbach
⇒ II: 254, 383.
⇒ III: 97.

Leonardo da Vinci
italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Kunsttheoretiker, Naturforscher und Ingenieur,
* 15.4.1452 in Anchiano bei Vinci (bei Florenz), † 2.5.1519 in Schloss Cloux (heute Clos-Lucé, bei Amboise).

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      //de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_da_Vinci
⇒ I: 155.

Leopold, Prinz von Preußen
Friedrich Leopold, Prinz von Preußen

Lerchenfeld, Hugo Graf von und zu
Politiker,
*Berlin 13.10.1843, † Köfering 28.6.1925.
1880 bis 1919 Kgl. Bayrischer Gesandter in Berllin und Mitglied des Bundesrats.
(aus Anna von Helmholtz - Register)
      Quellen:
      NDB Bd. 14, S. 313-314
      //de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Lerchenfeld-K%C3%B6fering
⇒ II: 309.

Lessing, Carl Friedrich
Maler,
* Breslau 15. 2. 1808, † Karlsruhe 5. 6. 1880, Vater von Otto Lessing und Großneffe von Gotthold Ephraim Lessing;
Vertreter der Düsseldorfer Schule; nach Studium u. a. an der Berliner Bauakademie ab 1826 im Meisteratelier von W. Schadow in Düsseldorf. Lessing verband Historienmalerei mit Landschafts- und Genremalerei. Er fand mit seinen Historienbildern ebenso viel Erfolg wie Widerspruch, da diese als Ausdruck zeitgenössischer politischer und religiöser Ideen und Tendenzen interpretiert wurden (»Das trauernde Königspaar«, 1830, Sankt Petersburg, Eremitage; »Hussitenpredigt«, 1836, Düsseldorf, Kunstmuseum). Außerdem malte er in der Nachfolge der Romantik stimmungsvolle Landschaften, interessierte sich jedoch zunehmend für die Landschaft als historisch gewachsene Erscheinung. Er übte großen Einfluss auf die S chüler der Düsseldorfer Akademie aus. 1858 wurde er Direktor der Gemäldegalerie in Karlsruhe, 1863 künstlerischer Leiter der dortigen Kunstschule.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      ADB Bd. 18, S. 450-453
      NDB Bd. 14, S. 348 f.
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Lessing
⇒ I: 150.

Lessing, Gotthold Ephraim
Schriftsteller und Kritiker,
* 22.1.1729 in Kamenz, † 15.2.1781 in Braunschweig.
Wurde mit seinen dichterischen und literaturtheoretischen Werken zum herausragenden Vertreter der deutschsprachigen Aufklärung.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-11)
      ADB Bd. 19, S. 756-802
      NDB Bd. 14, S. 339-346
      //de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing
⇒ I: 17.

Levetzow, Albert von
Politiker,
* Gossow 12.9.1827, † Gossow 12.8.1903.
Nach dem Jura-Studium arbeitete er bis 1860 im Preußischem Unterrichtsministerium und bewirtschaftete dann sein eigenes Gut. Er war Landrat des Kreises Königsberg (Neumark) (1867-1876) und Landesdirektor der Provinz Brandenburg (1876-1896). Er war ab 1867 Mitglied des deutschen Reichstags und zweimal Reichstagspräsident.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Albert_von_Levetzow
⇒ II: 309.

Leyden, Ernst Viktor von (seit 1895)
Internist,
* Danzig 20.4.1832, † Berlin 5.10.1910;
zunächst Militärarzt, dann Professor in Königsberg, Straßburg und (ab 1876) in Berlin. Seine Arbeiten betrafen die Pathologie des Herzens, der Lunge, der Niere und v.a. des Nervensystems (insbesondere des Rückenmarks). Er war Außerdem eine Kapazität auf dem Gebiet der Diätetik und befasste sich eingehend mit sozialhygienischen Fragen (u.a. Tuberkulose).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-09)
      NDB Bd. 14, S. 428-429
      //de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Leyden
⇒ III: 122.

Lie, (Marius) Sophus
norw. Mathematiker,
* Nordfjordeid (Prov. Sogn og Fjordane) 17.12.1842, † Kristiania (heute Oslo) 18.2.1899; 1866 Prof. in Leipzig, 1898 in Kristiania; entwickelte die Theorie der kontinuierl. Transformationsgruppen, die heute L.-Gruppen genannt werden. Seine Erkenntnisse legte er in dem monumentalen Werk »Theorie der Transformationsgruppen« (1888-93, 3 Bde.) nieder.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 397
      Meschkowski S. 168
      DMV  Bd. 8, S. 30-46
      ADB Bd. 51, S. 695-698
      NDB Bd. 14, S. 470-472
      Pogg. III. S. 808-809, IV. S. 882
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Lie.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Sophus_Lie
⇒ III: 81.

Liebig, Georg von
Mediziner,
* Gießen 17.2.1827, † München 31.12.1903;
nach seinem Medizinstudium fuhr er 1856 für die Englische Ostindien-Kompanie nach Bombay. 1856 wurde er Professor in Kalkutta. 1859 kehrte er zurück und arbeitete als Bezirks- und Salinenarzt in Reichenhall. 1877 habilitierte er sich in München.
      Quellen:
      Pagel, Sp. 1007-1009
      //de.wikipedia.org/wiki/Georg_von_Liebig
⇒ I: 149.

Liebig, Justus Freiherr von (seit 1845)
Chemiker,
* Darmstadt 12.5.1803, † München 18.4.1873;
ab 1824 Prof. für Chemie in Gießen, ab 1852 in München. Neben Arbeiten zur techn. und zur analyt. Chemie sind bes. seine Forschungen auf dem Gebiet der organ. Chemie wichtig, das er u.a. durch die Entdeckung neuer Stoffe (Aldehyde, Chloral, Cloroform u.a.) erheblich erweiterte. Viele seiner Entdeckungen fanden industrielle Anwendung (u.a. Herstellung von Fleischextrakt). L. gilt auch als Begründer der modernen Düngelehre und der Agrikulturchemie.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 403
      ADB Bd. 18 S. 589-605
      NDB Bd. 14, S. 497-501
      Pogg. I. Sp. 1455-1460, III. S. 811
      //de.wikipedia.org/wiki/Justus_von_Liebig
⇒ I: 50, 51, 58, 84, 149, 150, 320.

Lindeck, Stephan
Physiker,
*Alsfeld 16.10.1864, † Berlin 21.10.1911;
studierte in Darmstadt und Straßburg und schloss sein Studium 1888 mit der Dissertation »Ueber das electromotorische Verhalten von Amalganen« ab. Danach ging er nach Berlin und wurde Leiter des Niederspannungslabors der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Lindeck
⇒ III: 52.

Link, Heinrich Friedrich
Naturwissenschaftler,
* Hildesheim 2.2.1767, † Berlin 1.1.1851;
lehrte ab 1811 in Breslau Chemie und Botanik und übernahm 1815 in Berlin den Lehrstuhl für Naturgeschichte und die Leitung des Botanischen Gartens.
      Quellen:
      ADB Bd. 18, S. 714-720
      NDB Bd. 14, S. 629
      //de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Friedrich_Link
⇒ I: 32.

Liouville, Joseph
französischer Mathematiker,
* Saint-Omer (Département Pas-de-Calais) 24. 3. 1809, † Paris 8. 9. 1882;
Studium bei A. L. Cauchy an der École Polytechnique in Paris, dort ab 1838 Professor für Analysis und Mechanik; außerdem Professor an der École Centrale und am Collège de France. Liouville zählt zu den bedeutendsten Mathematikern des 19. Jahrhunderts. Er entwickelte die Grundlagen der analytischen Zahlentheorie und verfasste mehr als 400 Beiträge zu zahlreichen Gebieten der Mathematik und ihren Anwendungen in der Physik. Liouville verallgemeinerte u. a. den Differenziationsbegriff, stellte in der Funktionentheorie den liouvilleschen Satz auf und konstruierte als Erster transzendente Zahlen. Andere Arbeiten galten den elliptischen Funktionen und den Differenzialgleichungen. Er gründete 1836 das »Journal de mathématiques pures et appliquées«.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      //de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Liouville
⇒ II: 10.

Lippmann, Gabriel
frz. Physiker luxemburg. Herkunft,
* Hellerich 16.8.1845, † auf einer Seereise 12.7.1921; studierte an der École Normale Supérieure in Paris. Erste Arbeiten, die 1873 in Heidelberg im Umkreis von G.R. Kirchhoff entstanden, beschäftigten sich mit der Elektrokapillarität; 1883 wurde L. an die Sorbonne berufen. Neben experimentellen Untersuchungen v.a. zur Elektrizitätslehre widmete sich L. der Entwicklung und Verbesserung von Messgeräten. Berühmt wurde er durch die Entdeckung des auf Interferenzerscheinungen beruhenden L.-Verfahrens, das erstmals eine befriedigende Farbfotografie ermöglichte und die Existenz stehender Lichtwellen experimentell belegte; in der Praxis erlangte es jedoch keine Bedeutung. Für seine Entdeckung erhielt L. 1908 den Nobelpreis für Physik.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 453
      Pogg. III. S. 819-820, IV. S. 895-896
      //de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Lippmann
⇒ III: 65.

Lipschitz, Rudolf (Otto Sigismund)
Mathematiker,
* Königsberg (heute Kaliningrad) 14.5.1832, † Bonn 7.10.1903; Prof. in Breslau (ab 1832) und Bonn (ab 1864); arbeitete v.a. über Funktionentheorie, Algebra sowie Hydrodynamik und verfasste ein »Lehrbuch der Analysis« (1877-80, 2 Bde.).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 454
      Meschkowski S. 171
      DMV  Bd. 15, S. 56-59
      NDB Bd. 14, S. 673 f.
      Pogg. I. Sp. 1475, III. S. 820, IV. S. 897
      //de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Lipschitz
⇒ II: 11, 163, 326.
⇒ III: 121, 122.

Lisco, Friedrich Gustav
Theologe,
*Brandenburg an der Havel 12.2.1791, † Berlin 5.7.1866;
wirkte ab 1814 als Prediger in Berlin. Er gehörte zu den Unterzeichnern der Erklärung vom 15. August 1845.
      Quellen:
      ADB Bd. 18, S. 757-759
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Gustav_Lisco
⇒ I: 7.

Listing, Johann Benedict
Mathematiker und Physiker,
* Frankfurt/Main 25.7.1808, † Göttingen 24.12.1882;
nach dem Studium der Mathematik und Architektur wurde er 1834 in Göttingen promoviert. Anschließend reiste er bis 1837 mit Wiolfgang Sartorius von Waltershausen um den Ätna zu untersuchen. 1839 wurde a.o. Prof. der Physik und 1849 Professor der Mathematik in Göttingen. Er verfasste 1847 ein Lehrbuch der Topologie.
Nach ihm ist das Listingsche Gesetz benannt, das die Drehbewegungen des Auges beschreibt.
      Quellen:
      NDB Bd. 14, S. 700-701
      //de.wikipedia.org/wiki/Johann_Benedict_Listing
⇒ I: 148, 275.
⇒ II: 44, 45, 58.

Liszt, Franz von (seit 1859)
ungarischer Komponist und Pianist, * 22.10.1811 in Raiding (Burgenland), † 31.7.1886 in Bayreuth.
Vetter des Rechtslehrers und Kriminalpolitikers Franz von Liszt; er gehört zu den bedeutenden Komponisten der Hoch- und Spätromantik und gilt als Begründer der sinfonischen Dichtung.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-20)
      ADB Bd. 52, S. 28-49
      NDB Bd. 14, S. 701-703
      //de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt
⇒ II: 49.

Lobatschewskij, Lobacevskij , Nikolaj (Iwanowitsch)
russ. Mathematiker,
* Nischnij Nowgorod 1.12.1792, † Kasan 24.2.1856; seit 1814 Prof. in Kasan; einer der Entdecker der nichteukl. Geometrie. In seinen frühen Arbeiten zu diesem Thema bediente sich L. synthet. Methoden, ab 1835 entwickelte er mithilfe der Trigonometrie auch analyt. Modelle, die die Unabhängigkeit des Parallelenaxioms von den andern Axiomen der Geometrie bewiesen.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 499
      Gottwald S. 296
      Meschkowski S. 172-174
      Pogg. I. Sp. 1482, IV. S. 900
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Lobachevsky.html
      //de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Iwanowitsch_Lobatschewski
⇒ II: 152, 155.

Lobeck, Christian August
klassischer Philologe,
* Naumburg (Saale) 5. 6. 1781, † Königsberg (heute Kaliningrad) 25. 8. 1860;
seit 1810 Professor in Wittenberg, 1814 in Königsberg; verfasste Arbeiten zur griechischen Religion und Grammatik, widerlegte in »Aglaophamus ...« (1829) die Symbolik G. F. Creuzers.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-10)
      ADB Bd. 19, S. 29-35
      NDB Bd. 14, S. 727-728
      //de.wikipedia.org/wiki/Christian_August_Lobeck
⇒ I: 223.

Locke, John
Philosoph,
Wrington bei Bristol 29.8.1632, † Oates, Essex 28.10.1704;
war ein Vertreter des Empirismus und ein bedeutender Vertragstheoretiker.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/John_Locke
⇒ II: 83.

Loewenherz, Leopold
Physiker,
*Czarnikau (Provinz Posen) 31.7.1847, † Berlin-Charlottenburg 30.10.1892.
Nach dem Studium der Mathematik und Physik in Berlin (Promotion 1870) trat er in die Kaiserl. Normal-Aichungs-Kommission ein, 1887 übernahm er die Direktion der technischen Abteilung der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt.
      Quellen:
      NDB Bd. 15, S. 94-95
      //de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Loewenherz
⇒ III: 2.

Lorentz, Hendrik Antoon
niederländischer Physiker, Nobelpreisträger für Physik 1902,
* 18.7.1853 in Arnheim, † 4.2.1928 in Haarlem.
Lorentz war 1878–1912 Professor für theoretische Physik in Leiden (die Professur mit knapp 25 Jahren war die erste derartige in den Niederlanden), dann Direktor des Teyler-Laboratoriums in Haarlem. Er erklärte 1875 auf der Grundlage der maxwellschen Theorie die Brechung und Reflexion von elektromagnetischen Wellen (des Lichts). Lorentz entwickelte 1892–1904 die klassische Elektronentheorie, mit deren Hilfe der von ihm 1895 vermutete und 1896 von P. Zeeman nachgewiesene Zeeman-Effekt, die Materialkonstanten der maxwellschen Theorie und die Dispersion erklärt werden konnten. Er erklärte 1892 das negative Ergebnis des Michelson-Versuchs mit der Kontraktion schnell bewegter Körper (Lorentz-Kontraktion; → Längenkontraktion). Lorentz führte 1895 die Lorentz-Kraft in die Elektrodynamik ein und konnte die Geschwindigkeitsabhängigkeit der Masse aufzeigen. Mit der Lorentz-Transformation (1899) schuf er die mathematischen Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie. 1902 erhielt er (mit P. Zeeman) den Nobelpreis für Physik.
Lorentz nahm intensiven Einfluss auf die Entwicklung des niederländischen Universitäts- und Bildungswesens und spielte seit der Jahrhundertwende eine zentrale Rolle in der internationalen Wissenschaft (u. a. Vorsitzender der Völkerbundkommission für geistige Zusammenarbeit). Nicht zuletzt aufgrund seines Wirken entwickelte sich Leiden in dieser Zeit zu einem internationalen Zentrum physikalischer Forschung.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-01)
      //de.wikipedia.org/wiki/Hendrik_Antoon_Lorentz
⇒ II: ✉ 358.

Loschmidt, Joseph
österr. Chemiker und Physiker,
* Putschirn (bei Karlsbad) 15.3.1821, † Wien 8.7.1895; ab 1856 Lehrer in Wien und von 1872-91 Prof. für physikal. Chemie an der dortigen Univ.; arbeitete u.a. über kinet. Gastheorie, Thermodynamik, Elektrodynamik, Optik und Kritallographie. 1856 berechnete L. erstmals die Größe der Luftmoleküle und ihre Anzahl pro Volumeneinheit.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 566
      ADB Bd. 52, S. 82-84
      NDB Bd. 15, S. 195 f.
      Pogg. III. S. 835, IV. S. 916
      //de.wikipedia.org/wiki/Johann_Josef_Loschmidt
⇒ II: 329.

Lott, Franz
Philosoph,
* Wien 28.1.1807, † Görz 1874;
studierte ab 1838 in Göttingen Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften und habilitierte sich 1842/43. L. wurde von Kant, Fichte und Herbart beeinflusst. 1849 wurde er als ord. Professor an die Universität Wien berufen. Aus gesundheitlichen Gründen trat er 1872 in den Ruhestand.
      Quellen:
      Österreichisches Biographischen Lexikon, Bd. 5 (1971), S. 330-331
      ADB Bd. 19, S. 271-272
⇒ I: 158.

Lotze, Hermann
Mediziner und Philosoph,
*Budissin 21.5.1817, † Berlin 1.7.1881;
wurde nach dem Studium der Medizin und Philosophie 1839 in Medizin und 1840 in Philosophie habilitiert. 1844 wurde er als Professor nach Göttingen berufen. Kurz vor seinem Tod wurde er nach Berlin berufen.
      Quellen:
      ADB Bd. 19, S. 288-290
      NDB Bd. 15, S. 255-256
      //de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Lotze
⇒ I: 148, 292.
⇒ II: 80.

Lubbock, John Sir
Englischer Naturforscher, Archäologe und Politiker,
* London 30.4.1834, † Kingsgate Castle 28.5.1913.
Präsident mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften, hervorragender Anhänger Darwins.
(aus Anna von Helmholtz - Register)
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/John_Lubbock,_1._Baron_Avebury
⇒ II: 314.

Bayern: Ludwig I.
König von Bayern (1825-48),
* Straßburg 25. 8. 1786, † Nizza 29. 2. 1868, Sohn König Maximilians I. Joseph, Großvater von Ludwig II., Vater von Prinzregent Luitpold und Otto, König von Griechenland;
setzte sich zunächst für die Durchführung der liberalen Verfassung von 1818 ein und begeisterte sich für den griechischen Freiheitskampf. Er machte München, wohin er auch 1826 die Landesuniversität (bisher Landshut) verlegte, zur Kunststadt (u. a. Pinakotheken). Nach 1830 zeigte seine Politik zunehmend reaktionäre Züge. Die wachsende Opposition, verstärkt durch seine Beziehung zu Lola Montez, zwang ihn in der Märzrevolution am 20. 3. 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. Joseph zum Rücktritt. (→ Oktoberfest)
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-04-01)
      ADB Bd. 19, S. 517-527
      NDB Bd. 15, S. 367-374
      //de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_I._(Bayern)
⇒ I: 320.

Ludwig, Carl (Friedrich Wilhelm)
Physiologe,
* Witzenhausen 29.12.1816, † Leipzig 24.4.1895; Prof. in Marburg (1846-49), Zürich, Wien (1855-65) und Leipzig. Seine »Physiolog. Anstalt« in Leipzig erlangte Weltruf. L. verstand die Physiologie als Wiss. von der Physik und Chemie des lebenden Organismus. Mit seinen das gesamte Fach umspannenden Forschungen und seinem »Lehrbuch der Physiologie des Menschen« (1852-56, 2 Bde.) begründete er die quantitativ-exakte Richtung der Physiologie. L. befasste sich v.a. mit Kreislaufphysiologie (u.a. Hämodynamik, funktioneller Anatomie der Organkreisläufe), Physiologie der Atmung und des Stoffwechsels, Neurophysiologie und physiolog. Chemie. Darüber hinaus entwickelte er Methoden des physiolog. Experimentierens am isolierten Organ. Er erfand (1860-70) das Kymographion und führte die Autographie (Dermographismus) in die Experimentalphysiologie ein.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 13, S. 608
      ADB Bd. 52, S. 123-131
      NDB Bd. 15, S. 429 f.
      Pagel  Sp. 1055-1058
      Pogg. I. Sp. 1514-1516, III. S. 840
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Ludwig_(Physiologe)
⇒ I: 58, 106, 109, 110, 152, 155, 162, 177, 179, 190, 202, 204, 207, 216, 225, 226, 230, 231, 236, 242, 252, 293, 321, 343, 349.
⇒ II: 1, 13, 31, 47, 57, 59, 60, 84, 108, 114, 118, 162, 262, 272.
⇒ III: 43.

Lummer, Otto
Physiker,
* Gera 17. 7. 1860, † Breslau 5. 7. 1925;
1887–1904 an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin tätig, danach Professor in Breslau; experimentelle Arbeiten zur Fotometrie (Lummer-Brodhun-Würfel) und Optik, insbesondere zur Interferenz (Lummer-Gehrcke-Platte, 1902–03) und zur Temperaturstrahlung; zusammen mit E. Pringsheim bestätigte er das wiensche Verschiebungs- und das wiensche Strahlungsgesetz sowie später das plancksche Strahlungsgesetz.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-09)
      NDB Bd. 15, S. 517-518
      //de.wikipedia.org/wiki/Otto_Lummer
⇒ III: 80.

Luschka, Hubert von
Anatom,
* Konstanz 27.7.1820, † Tübingen 1.3.1875;
wurde 1849 als Prosektor und Professor für Anatomie nach Tübingen berufen; 1855 wurde er ord. Prof. für Pathologie und Direktor des Anatomischen Instituts.
      Quellen:
      ADB Bd. 19, S. 653-655
      NDB Bd. 15, S. 531
      //de.wikipedia.org/wiki/Hubert_von_Luschka
⇒ I: 229.

Luther, Martin
Theologe,
* 10.11.1483 in Eisleben, † 18.2.1546 in Eisleben.
Luther löste die Reformation im deutschsprachigen Raum aus und war ihr maßgeblicher Vertreter; Sohn des Bergmanns Hans Luder (auch Ludher, später Luther; * 1459, † 1530) und dessen Frau Margarethe, geborene Lindemann (* 1459, † 1531). 1484 siedelte die Familie nach Mansfeld über, wo es der Vater als Hüttenmeister im Kupferschieferbergbau zu einem gewissen Wohlstand brachte.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-10)
      ADB Bd. 19, S. 660-692
      NDB Bd. 15, S. 549-561
      //de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther
⇒ I: 216.

Letzte Änderung: April 2022     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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