Leo Koenigsberger: Hermann von Helmholtz

Personenregister R

Raffael, Raphael (Urbinas), eigentlich Raffaello Santi (Sanzio)
italienischer Maler und Baumeister,
* vermutlich 6.4.1483 in Urbino, † 6.4.1520 in Rom.
Er lernte zunächst bei seinem Vater G. Santi, dann bei Perugino in Perugia; 1504 ließ er sich in Florenz nieder, Ende 1508 wurde er nach Rom an den päpstlichen Hof berufen, wo er bis zu seinem Tod als Maler, später auch als Architekt und als Konservator der antiken Denkmäler Roms tätig war. Er ist im Pantheon beigesetzt. Raffael zählt neben Leonardo da Vinci und Michelangelo zu den bedeutendsten Künstlern der Hochrenaissance. Seine Kompositionen, Figur- und Motiverfindungen wurden bis ins 20. Jahrhundert als das klassische Kunstideal rezipiert.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-18)
      //de.wikipedia.org/wiki/Raffael
⇒ II: 224, 252, 268.

Ranke, Leopold von (seit 1865)
Historiker,
* Wiehe (bei Artern/Unstrut) 21. 12. 1795, † Berlin 23. 5. 1886;
wurde nach dem Studium der Theologie und Philologie in Leipzig (1814–18) Gymnasiallehrer in Frankfurt/Oder (bis 1825). Hier entstand sein erstes großes Werk, die »Geschichte der romanischen und germanischen Völker von 1494–1535« (1824, nur Band 1 erschienen). Ab 1825 Professor für Geschichte in Berlin, unternahm Ranke 1827–31 eine Studienreise nach Wien und Italien und gab 1832–36 die konservative »Historisch-politische Zeitschrift« heraus. 1841 wurde er Historiograf des preußischen Staates, 1858 der erste Vorsitzende der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München. Ranke beendete seine akademische Laufbahn 1871, arbeitete aber bis zu seinem Tod an seiner »Weltgeschichte« (16 Bände, 1881–88, ab 1887 fortgeführt und herausgegeben von A. Dove u. a.) und an der Herausgabe seiner »Sämtlichen Werke« (54 Bände, 1867–90).

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-03)
      ADB Bd. 27, S. 242-269
      NDB Bd. 21, S. 140-142
      //de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Ranke
⇒ II: 343.

Rankine, William John Macquorn
britischer Ingenieur und Physiker,
* Edinburgh 5. 7. 1820, † Glasgow 24. 12. 1872;
nach Tätigkeit im Eisenbahnbau ab 1855 Professor in Glasgow. Rankine ist einer der Begründer der Thermodynamik und der Theorie der Wärmekraftmaschinen (1859). Aus seiner ab etwa 1849 entwickelten Wärmetheorie leitete Rankine ab, dass der carnotsche Wirkungsgrad nur von den Arbeitstemperaturen der Maschine abhängt (1851), und diskutierte unabhängig von R. Clausius den nach beiden benannten Kreisprozess (→ Clausius-Rankine-Prozess). 1854 führte Rankine die später mit der Entropie identifizierte thermodynamische Funktion ein und begründete 1855 die »Energetik« als Lehre von den Gesetzmäßigkeiten der Energie und deren Umwandlungen.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-18)
      //de.wikipedia.org/wiki/William_John_Macquorn_Rankine
⇒ I: 373.

Raphael
Raffael

Raumer, Karl Otto von
preuß. Kultusminister,
* 17.9.1805 Stargard (Pommern), † 6.8.1859 Berlin; der ultrakonservative Jurist wurde 1850 zum Preußischen Kultusminister berufen. Dieses Amt hatte er bis Ende 1858 inne.
      Quellen:
      ADB Bd. 27, S. 418-420
      NDB Bd. 21, S. 204-205
⇒ I: 193, 299, 300, 305.
⇒ II: 112, 113.

Rayleigh, John William Strutt, 3. Baron (seit 1873)
britischer Physiker,
* Langford Grove (bei Maldon, County Essex) 12. 11. 1842, † Witham (County Essex) 30. 6. 1919;
1879–84 Professor in Cambridge, ab 1887 an der Royal Institution in London. Rayleigh lieferte bedeutende experimentelle und theoretische Arbeiten auf fast allen Gebieten der klassischen Physik, insbesondere zur Schwingungs- und Wellenlehre sowie zur Akustik (»The theory of sound«, 2 Bände, 1877–78; deutsch »Die Theorie des Schalles«), speziell zur Schallmessung mit der nach ihm benannten Rayleigh-Scheibe. Weitere Arbeiten betrafen die Wärmestrahlung (rayleigh-jeanssches Strahlungsgesetz) und die Lichtstreuung (Rayleigh-Streuung) sowie Eigenwertprobleme der mathematischen Physik. 1894 entdeckte Rayleigh mit W. Ramsaydas Argon und erhielt hierfür 1904 den Nobelpreis für Physik.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-11)
      //de.wikipedia.org/wiki/John_Strutt,_3._Baron_Rayleigh
⇒ II: 335.
⇒ III: 41, 52.

Recklinghausen, Friedrich Daniel von
Pathologe,
* Gütersloh 2.12.1833, † Straßburg 25.8.1910; wirkte als Professor der Pathologischen Anatomie in Königsberg, Würzburg und Straßburg.
      Quellen:
      NDB Bd. 21, S. 236-237
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Daniel_von_Recklinghausen
⇒ II: 21, 71.

Regnault, Henri Victor
französischer Chemiker und Physiker,
* Aachen 21. 7. 1810, † Paris 19. 1. 1878;
ab 1840 Professor der Physik an der École Polytechnique in Paris, 1854–70 Direktor der Porzellanmanufaktur in Sèvres. Regnault gelang die Darstellung von Vinylchlorid (1835), Acetylbromid u. a. Chlorkohlenwasserstoffe, z. B. Tetrachlorkohlenstoff, aus Chloroform und Chlor (1839). Außerdem nutzte er in der Porzellanmanufaktur erstmals das Vakuum zum Formen größerer Stücke; er untersuchte ferner die spezifische Wärme, Dichte und Kompressibilität von Gasen und hatte großen Anteil an der Einführung der Gasbeleuchtung in Paris. Regnault bestätigte 1839–43 die Dulong-Petit-Regel und wies später ihren Näherungscharakter nach.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-22)
      //de.wikipedia.org/wiki/Henri_Victor_Regnault
⇒ II: 74.

Reiff, Richard
Physiker und Mathematiker,
* Tübingen 26.5.1855, † Stuttgart 9.7.1908;
wirkte als Mathematikprofessor in Tübingen und als Gymnasialrektor in Böblingen und Heilbronn. Mit Arnold Sommerfeld verfasste er 1902 physik-historische Artikel.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Richard_Reiff
⇒ III: 69.

Reimer, Georg Andreas
Buchhändler und Verleger,
* Greifswald 27. 8. 1776, † Berlin 26. 4. 1842;
wichtigster Verleger der deutschen Romantiker, war mit E. M. Arndt, J. G. Fichte, A. W. Schlegel, F. Schleiermacher und den Brüdern Grimm befreundet. Reimer war ab 1800 als Geschäftsführer der in Berlin ansässigen »Realschulbuchhandlung« (gegründet 1749) tätig, der er einen Verlag anschloss. Das von ihm ab 1801 in Erbpacht geleitete Unternehmen firmierte ab 1819 unter seinem Namen und ging 1823 gänzlich in seinen Besitz über. 1897 wurde es von Walter de Gruyter übernommen. 1822 erwarb Reimer die Weidmannsche Buchhandlung in Leipzig, die von seinem Sohn Karl August (* 1801, † 1858) und S. Hirzel geleitet wurde. Ein weiterer Sohn, Dietrich Arnold (* 1818, † 1899), gründete 1845 in Berlin den nach ihm benannten Verlag.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-24)
      ADB Bd. 27, S. 709-712
      NDB Bd. 21, S. 338-339
      //de.wikipedia.org/wiki/Georg_Andreas_Reimer
⇒ I: 71, 77, 79.

Rekoss, Egbert
Universitätsmechanikus der Univ. Königsberg.
Stellte für Helmholtz die Augenspiegel her.
⇒ I: 149.

Rembrandt, Rembrandt Harmensz. van Rijn
niederländischer Maler,
* 15.7.1606 in Leiden, † 4.10.1669 in Amsterdam;
einer der bedeutendsten Künstler des Barock.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-05)
      //de.wikipedia.org/wiki/Rembrandt_van_Rijn
⇒ I: 196.

Renvers, Rudolf von
Sanitätsoffizier,
* Aachen 18.2.1854, † Schöneberg 22.3.1909;
nach der Ausbildung in Berlin war er in Düsseldorf als Stabsarzt tätig und kehrte 1885 nach Berlin zurück. Dort war er 1887–1892 Assistent von Ernst von Leyden und erhielt 1891/1892 den Professorentitel.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_von_Renvers
⇒ III: 95, 123, 124.

Reuleaux, Franz
Ingenieur,
* Eschweiler 30. 9. 1829, † Berlin 20. 8. 1905;
ab 1856 Professor in Zürich, 1864–96 in Berlin; Begründer der modernen Kinematik und Getriebelehre (»Theoretische Kinematik«, 2 Bände, 1875–1900, Band 2 unter dem Titel »Lehrbuch der Kinematik«). An der Schaffung eines einheitlichen deutschen Patentgesetzes war Reuleaux beteiligt.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-02-03)
      NDB Bd. 21, S. 453-454
      //de.wikipedia.org/wiki/Franz_Reuleaux
⇒ II: 347.

Richarz, Franz
Physiker,
*Endenich 15.10.1860, † Marburg 10.6.1920; er studierte in Bonn und Berlin, wo er 1884 bei Helmholtz promoviert wurde. 1895 wurde er als ord. Prof. nach Greifswald berufen; 1901 wechselte er nach Marburg.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Franz_Richarz_(Physiker)
⇒ II: 280.
⇒ III: 23, 63, 136.

Richelot, Friedrich Julius
Mathematiker,
Königsberg 6.11.1808, † Königsberg 31.3.1875; studierte in Königsberg, wurde dort 1832 a.o. Professor und 1843 ord. Professor für Mathematik. übernahm die Mathematische Abt. des von Franz Neumann gegründeten Seminars. Der Physiker Gustav Robert Kirchhoff gehörte zu seinen Schülern und heiratete 1857 seine Tochter Clara.
      Quellen:
      ADB Bd. 28 S. 432-433
      Pogg. II. Sp. 631, III. S. 1120
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Julius_Richelot
     
Saalschütz, Louis: Prof. Dr. Richelot †
In: Wissenschaftliche Monats-Blätter. - Königsberg.
Bd. 3 (1875), S. 63-64
//www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/14996
⇒ I: 223, 268.

Richter, Max
Ministerialbeamter,
*Königsberg 26.12.1856, † Berlin 11.5.1921.
Nach dem Jurastudium war er von 1879 bis 1882 bei verschiedenen Gerichten tätig. Dann wechselte er in die Staatsverwaltung und arbeitete ab 1891 im Reichsamt des Innern. Zu der Weltausstellung 1893 in Chicago wurde er als Reichskommissar entsandt.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Max_Richter_(Ministerialbeamter)
⇒ III: 80.

Riecke, Eduard
Experimentalphysiker,
* Stuttgart 1.12.1845, † Göttingen 11.6.1915.
Nach dem Studium der Physik wurde er 1873 außerordentlicher und 1881 ordentlicher Professor an der Universität Göttingen. Er befasste sich mit der Elektrizitätsleitung in Metallen und Gasen.
      Quellen:
      NDB Bd. 21, S. 562-563
      //de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Riecke
⇒ II: 203.

Riemann, (Georg Friedrich) Bernhard
Mathematiker,
* Breselenz (heute zu Jameln, Kr. Lüchow-Dannenberg) 17.9.1826, † Selasca (heute zu Verbania) 20.7.1866;
ab 1859 Prof. in Göttingen, zählt mit seinen Beiträgen v.a. zur Analysis, Funktionentheorie und Topologie, analyt. Zahlentheorie und mathemat. Physik zu den bedeutendsten Mathematikern des 19. Jh. Die Dissertation »Grundlagen für eine allgemeine Theorie der Functionen einer veränderl. komplexen Grösse« (1851) entwickelt die Funktionentheorie, ausgehend vom Begriff der komplexen Differenzierbarkeit und enthält in Gestalt der riemannschen Flächen eine fruchtbare Weiterentwicklung sowie mit dem riemannschen Abbildungssatz ein Ergebnis größter Bedeutung.   …
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 18, S. 383-384
      Meschkowski S. 223-226
      DMV Bd. 4, S. 71-87
      ADB Bd. 28, S. 555-559
      NDB Bd. 21, S. 591-592
      Pogg. II. Sp. 641, III. S. 1122
      //www-history.mcs.st-and.ac.uk/history/Mathematicians/Riemann.html
      //www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/13006
⇒ II: 97, 98, 126, 138, 139, 143, 149, 150, 151, 154, 163, 207, 215, 216, 321.
⇒ III: 40.

Rieß, Peter
Physiker,
* Berlin 27.6.1804, † Berlin 23.10.1883;
beschäftigte sich als Privatgelehrter mit der Elektrizität. Sein zwseibändiges Werk »Die Lehre von der Reibungselektrizität« erschien 1853.
      Quellen:
      ADB Bd. 28, S. 584-586
      //de.wikipedia.org/wiki/Peter_Rie%C3%9F
⇒ I: 207.

Rigler, Friedrich Anton
Direktor des Gymnasiums in Potsdam,
* bei Bamberg 30.10.1797, † Potsdam 26.8.1874; nach seinem Studium in Münster und München war er Lehrer in Köln, Bonn und Kleve. 1836 wurde er Direktor des Gymnasiums in Potsdam, dem er bis zu seinem Ruhesstand 1868 vorstand.
      Quellen:
      ADB Bd. 28, S. 609-610
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Anton_Rigler
⇒ I: 66, 260.

Rings,
(1893 Kapitän des Dampfers Saale)
⇒ III: 94.

Ritschl, Friedrich Wilhelm
klassischer Philologe,
* Großvargula (bei Erfurt) 6. 4. 1806, † Leipzig 8. 11. 1876, Vetter von Albrecht Ritschl;
wurde 1832 Professor in Halle (Saale), 1833 in Breslau, 1839 in Bonn und 1865 in Leipzig; war 1842–76 Herausgeber des »Rheinischen Museums für Philologie«, grundlegende Arbeiten zum Altlatein.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-12)
      ADB Bd. 28, S. 653-661
      NDB Bd. 21, S. 652-653
      //de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ritschl
⇒ I: 262.

Ritter, (August) Heinrich
Philosoph,
* Zerbst 21.11.1791, † Göttingen 3.2.1869;
1824 Professor in Berlin, ab 1833 in Kiel, ab 1837 in Göttingen; Schüler von F. D. E. Schleiermacher; Vertreter einer christllichen Philosophie und Philosophiehistoriker.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-04-02)
      ADB Bd. 28, S. 673-674
      NDB Bd. 21, S. 656-657
      Kremer, S. 49
      //de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Ritter_(Philosoph)
⇒ I: 147, 161.
Anm.: Es bestehen durchaus Zweifel, ob der auf S. 147 und 161 genannte Ritter mit Heinrich Ritter identisch ist. Zum einen bezeichnet Koenigsberger auf S. 147 Ritter als Helmholtz alten Lehrer am Potsdamer Gymnasium. Helmholtz besuchte das Gymnasium von 1830 bis 1838. Zu diesem Zeitpunkt war Heinrich Ritter bereits außerordentl. Professor in Berlin, bzw. ab 1833 ord. Professor in Kiel. Auf S. 161 werden Ritter und Fichte verglichen. Beide waren ab 1836 ordentliche Professoren in Kiel (später Göttingen) bzw. Bonn; ein Statusunterschied ist nicht erkennbar.

Rokitansky, Karl Freiherr von
Pathologe,
* Königgrätz 19. 2. 1804, † Wien 23. 7. 1878;
seit 1834 Professor in Wien. Mit R. Virchow gilt Rokitansky als Begründer der modernen pathologischen Anatomie. Er stellte pathologische Befunde in seinem »Handbuch der pathologischen Anatomie« (3 Bände, 1840–46) dar.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      ADB Bd. 29, S. 69-72
      NDB Bd. 22, S. 8-9
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Rokitansky
⇒ I: 158.

Roscoe, Sir (seit 1884) Henry (Enfield)
brit. Chemiker,
* London 7.1.1833, † West Horsley (Cty. Surrey) 18.12.1915; lehrte in Manchester und London; arbeitete v.a. über Photochemie (Bunsen-Roscoe-Gesetz) und Spektralanalyse sowie über die Chemie der Elemente Wolfram und Vanadium.
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus 18, S. 535
      Pogg. II. Sp. 686, III. S. 1140-1141, IV. S. 1269
      //de.wikipedia.org/wiki/Henry_Enfield_Roscoe
    
Roscoe, Henry E.: The Life & Experiences of Sir Henry Enfield Roscoe / written by homself. - London, 1906. - 420 S.
      (Signatur UB Heidelberg: T 876)
      daraus Chapter III + IV: //www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/12495
⇒ II: 52, 93, 278, 314.

Rose, Heinrich
Mineraloge und Chemiker,
* Berlin 6.8.1795, † Berlin 27.1.1864;
wurde 1822 Dozent der Chemie an der Universität Berlin und 1835 zum ordentlichen Professor berufen.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Rose
⇒ I: 193.

Rosenkrantz
Rosenkranz, Johann Karl Friedrich

Rosenkranz, Johann Karl Friedrich
Philosoph und Philosophiehistoriker,
* Magdeburg 23. 4. 1805, † Königsberg (heute Kaliningrad) 14. 6. 1879;
1831 Professor in Halle (Saale), ab 1833 in Königsberg. Rosenkranz war Hegelianer, bezog aber eine eigenständige Position. Im Gegensatz zu G. W. F. Hegel vertrat er einen Dualismus des Zeitlosen, Wesentlichen, und des Zeitlichen, der weder dialektisch noch historisch-praktisch vermittelt ist. Religionsphilosophisch hielt er an einem an der Orthodoxie orientierten Theismus fest und versuchte in Verbindung mit Hegels Logik den christlichen Glauben in ein spekulatives Wissen zu übertragen. Im Bereich der Ästhetik hat er das Phänomen des Hässlichen analysiert (»Ästhetik des Häßlichen«, 1853). Des Weiteren hat Rosenkranz bedeutende Hegelbiografien verfasst (»Georg Wilhelm Friedrich Hegel's Leben«, 1844; »Hegel als deutscher Nationalphilosoph«, 1870).
(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-02)
      ADB Bd. 29, S. 213-215
      NDB Bd. 22, S. 70-71
      //de.wikipedia.org/wiki/Karl_Rosenkranz
⇒ I: 115, 242.

Rosenthal, Isidor
Physiologe,
* Labischin 16.7.1836, † Erlangen 2.1.1915.
Rosenthal studierte unter Emil Du Bois-Reymond in Berlin, habilitierte sich 1862 und wurde 1872 zum Professor für Physiologie nach Erlangen berufen.
      Quellen:
      //de.wikipedia.org/wiki/Isidor_Rosenthal
⇒ II: 70.

Ross, John
Organist und Komponist,
* Newcastle-on-Tyne 12.10.1763, † Craigie Park 28.7.1847. R. war von 1783 bis 1836 Organist in Aberdeen. Er komponierte Vokal- und Klaviermusik.
      Quelle:
      Dictionary of National Biography, 1885-1900 / Ross, John (1763-1837)   online
⇒ I: 33.

Rottenburg, Franz (Johannes) von
Jurist,
* Danzig 16.3.1845, † Bonn 14.2.1907;
studierte Jura in Heidelberg und Berlin. Von 1865 bis 1870 arbeitete er am Stadt- und Kammergericht in Berlin; von 1871 bis 1876 studierte er in England und Frankreich. Dann trat er ins Auswärtige Amt ein und wurde 1881 in die Reichskanzlei berufen. Er beschloss seine Laufbahn 1895-1907 als Kurator der Univ. Bonn.
      Quellen:
      NDB Bd. 22, S. 140-141
      de.wikipedia.org/wiki/Franz_Johannes_von_Rottenburg
⇒ III: 123.

Rousseau, Jean-Jacques
französisch-schweizerischer Philosoph und Schriftsteller,
* 28.6.1712 in Genf, † 2.7.1778 in Ermenonville (bei Senlis).
Rousseau stellte sich mit seinem subjektiv-emotionalen Denkansatz gegen die Tradition der Aufklärung, beeinflusste durch sein im »Émile« dargelegtes Erziehungskonzept die neuzeitliche Pädagogik und schuf mit dem »Gesellschaftsvertrag« ein staatstheoretisches Grundlagenwerk.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-18)
      //de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau
⇒ II: 266.

Rowland, Henry Augustus
amerikanischer Ingenieur und Physiker,
* Honesdale (Pa.) 27. 11. 1848, † Baltimore (Maryland) 16. 4. 1901;
ab 1875 Professor der Physik an der Johns Hopkins University. Rowland führte 1875/76 bei H. von Helmholtz grundlegende »Versuche über die elektromagnetische Wirkung elektrischer Konvektion« durch. Er stellte die ersten reflektierenden Konkavgitter für Gitterspektrografen her (Rowland-Gitter) und entwarf die erste Präzisionsmaschine zu deren Herstellung. 1899 erfand er einen Vierfachtypendrucker.
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-01-11)
      //de.wikipedia.org/wiki/Henry_Augustus_Rowland
⇒ II: 211, 218.
⇒ III: 110.

Rubens, Peter Paul
flämischer Maler,
* 28.6.1577 in Siegen, † 30.5.1640 in Antwerpen;
einer der bedeutendsten Künstler des Barock.

(aus Brockhaus)
      Quellen:
      Brockhaus online (aufgerufen am 2022-03-05)
      //de.wikipedia.org/wiki/Peter_Paul_Rubens
⇒ I: 196.

Ruete, Christian Georg Theodor
Augenarzt,
* Scharmbeck 2.5.1810, † Leipzig 23.6.1867; nach dem Studium der Medizin in Göttingen wurde R. dort Assistent, 1841 a.o. Prof. und 1847 ord. Professor. Er verbessserte den Augenspiegel durch einen Hohlspiegel.
      Quellen:
      ADB Bd. 30, S. 38-39
      //de.wikipedia.org/wiki/Christian_Georg_Theodor_Ruete
⇒ I: 142, 148, 149.

Runge, Carl
Mathematiker,
* Bremen 30.8.1856, † Göttingen 3.1.1927; studierte Mathematik in München und Berlin, wo er 1880 promoviert wurde und 1883 die Habilitation erlangte. 1886 wurde er an die Technische Hochschule in Hannover berufen. 1904 wechselte er auf die neu geschaffene Professur für angewandte Mathematik in Göttingen. Gemeinsam mit Arthur König gab er die Helmholtz'schen »Vorlesungen über die mathematischen Principien der Akustik« heraus.
      Quellen:
      NDB Bd. 22, S. 259-260
      //de.wikipedia.org/wiki/Carl_Runge
⇒ III: 136.

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