Paul Stäckel

Dozent in Heidelberg von 1913 bis 1919. Paul Stäckel wohnte in seiner Heidelberger Zeit nördlich des Neckars in der Scheffelstr. 7.
Stäckel, Paul    (20.8.1862 - 11.12.1919)
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Lexika

Brockhaus - Die Enzyklopädie. - 20. Aufl. - Leipzig. - Bd. 20 (1996), S. 703

Stäckel, Paul Gustav, Mathematiker. * Berlin 20.8.1862,
† Heidelberg 12.12.1919; nach Lehrtätigkeit an Gymnasien Prof. in Königsberg (ab 1895), Kiel (1897), Hannover (1905), Karlsruhe (1908) und Heidelberg (1913). S. leistete wichtige Beiträge zur Analysis und zur Geometrie, bes. zur Geschichte der Mathematik (u.a. der nichteuklid. Geometrie) und zu Fragen des mathemat. Unterrichts.

Mathematiker-Lexikon / Herbert Meschkowski

Studium und Promotion (1885) in Berlin. Habilitation 1891 in Halle. Professor in Kiel, Karlsruhe, Hannover und Heidelberg.

Arbeiten zur Funktionentheorie, Differentialgeometrie, Zahlentheorie und zur Geschichte der nichteuklidischen Geometrie.

Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 437

Stäckel, Paul Gustav: geb. 20. 8. 1862 Berlin, gest. 12. 12. 1919 Heidelberg. — S. studierte 1880-1884 in Berlin, promovierte dort 1885, unterrichtete am Berliner Wilhelmsgymnasium und habilitierte sich 1891 in Halle, war a. o. Prof. der Mathematik an den Univv. Königsberg (1895) und Kiel (1897), o. Prof. ab 1899 in Kiel, an der TH Hannover (1905-1908), der TH Karlsruhe (1908-1913), der Univ. Heidelberg (1913-1919).

S. hat sich auf vielen Gebieten erfolgreich betätigt: Analysis, Geometrie, Mechanik, Geschichte der Mathematik, Unterrichtswesen. Seine Dissertation, die sich mit einem Problem der Mechanik beschäftigte, der Bewegung eines Punktes auf einer Fläche, wenn eine Kräftefunktion existiert, die von der Zeit nicht abhängt, trug bereits Keime für spätere fruchtbare Forschungen, für sein Prinzip der „analytischen Äquivalenz dynamischer Probleme“, für Untersuchungen zur Flächentheorie, Differentialgeometrie. Seine vielfältigen historischen Arbeiten beziehen sich auf die Geschichte der geodätischen Linien, der nichteuklidischen Geometrie, die Mathematikgeschichte des 18. Jhs. in Verbindung mit der von ihm maßgeblich geförderten Ausgabe der Werke von L. EULER, die Entwicklung der Mathematik an den Technischen Hochschulen. In engem Zusammenhang mit F. KLEIN setzte sich S. für eine Reform des mathematischen Unterrichts und eine stärkere Bezugnahme zu den Anwendungen der Mathematik ein.

Poggendorff, Dictionary of Scientific Biography — Renate Tobies

Lit.: Internat. Monatsschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik 14 (1920) 5, 439-450; Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Math.-nat. Klasse, Abt. A, 1920, 7. Abhandlung, 1-20; Jahresber. DMV 32 (1923), 12-23

Heidelberger Gelehrtenlexikon / Dagmar Drüll. - Heidelberg
Bd. 2. 1803-1932. - 1986, S. 258-259

Stäckel, Paul Samuel

1913-1919 Nat.-Math. Fak.

Mathematik

*   20. Aug. 1862 Berlin
†   12. Dez. 1919 Heidelberg (ev.)
V   Ernst Gustav St. (†1908) Schulrat
M   Marie Elisabeth Ringel
7. Mai 1891 Eleonore Elisabeth Lüdecke (1869 - nach 1919)
K   2 S, 1 T

Lb WS 1880/81 Stud. Berlin; 10. Aug. 1885 Dr. phil. Berlin; Juli 1886 Oberlehrerprüfung Berlin; Okt. 1887 - Sept. 1888 pädagog. Probejahr am Königl. Wilhelms-Gymnasium Berlin; 1888-1891 Eigenstudien Berlin; 21. Febr. 1891 Habilitation Halle/S.; 10. Juli 1895 a.o. Prof. Königsberg; 4. Jan. 1897 a.o. Prof. Kiel; 16. Okt. 1899 o. Prof. Kiel; 9. Jan. 1905 etatm. Prof. TH Hannover; 26. März 1908 o. Prof. TH Karlsruhe; 3. Jan. 1913 o. Prof. H; 1914-1916 Kriegsdienst

1916/17 Mitgl. des Engeren Senats und Dekan der Nat.-Math. Fak. H

1908 Geh. Hofrat

E 1905 Österr. Kaiserl. Orden der Eisernen Krone III. Klasse.; Mitgl. der Akad. der Wiss.: 1906 Göttingen, 1911 H; 1911 Ritterkreuz I. Kl. des Ordens vom Zähringer Löwen
QU UAH A-219/PA; GLA Abt. 235, Fasz. 2544; Bf. UBH
W Elementare Dynamik der mathematischen Wissenschaft in: Encyclopädie der mathematischen Wissenschaft IV,1 (1908). - Die Elemente der Mathematik. 2 Bde. Leipzig, Berlin 1909. - Wolfgang und Johann Bolyai. Geometrische Untersuchungen. 2 T. Leipzig 1913.
L Biogr. Jahrbuch 2 (1917-1920) S. 734; Arnim 2 (1952) S. 598; Professoren Kiel (1956) S. 154

Abkürzungsverzeichnis


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Biographische Informationen


WWW-Biographien

Paul Stäckel in Wikipedia, der freien Enyzklopädie
deutsch
englisch

Biographie vom St. Andrews Archiv

Paul Stäckel †. Nachruf in Band 151 (1921) des Journals für reine und angewandte Mathematik.

  Todesanzeige für Paul Stäckel

The Mathematics Genealogy Project


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Print-Biographien

Badische Biographien. - Stuttgart
Neue Folge, Band 5, S. 265-267
UB-Signatur: IZA Bio-D-BA 002

Von dort [TH Hannover] berief man ihn drei Jahre später an die TH Karlsruhe, und schließlich erhielt er zum Sommersemester 1913 das in Heidelberg auf dringenden Wunsch Leo Koenigsbergers geschaffene zweite Ordinariat. … S. starb im 58. Lebensjahr in Heidelberg an einem inoperablen Gehirntumor.

Dictionary of Scientific Biography, - New York
Vol 12. 1975, p. 599
UB-Signatur: LSN B-AE 014

He wrote his Habilitationsschrift at Halle in 1891 and then held chairs at various German universities, teaching finally at Heidelberg.

Perron, Oskar:
Paul Stäckel. - Heidelberg
(Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften : math.-naturwiss. Kl. : A ; 11. 1920)
UB-Signatur: H 95-6::11.1920

Am 12. Dezember 1919 schied das ordentliche Mitglied unsrer Akademie, PAUL STÄCKEL, aus dem Leben.
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1891 habilitierte er sich in Halle und war dann der Reihe nach als Professor tätig an den Universitäten und Technischen Hochschulen Königsberg, Kiel, Hannover, Karlsruhe, Heidelberg.

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Werk


Beiträge im Internet

Göttinger Digitalisierungs-Zentrum / Beiträge von Paul Stäckel

  Heidelberger Digitale Bibliothek Mathematik

In Heidelberg vorhandene Monographien und Sonderdrucke

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Literatur über das Werk Paul Stäckels

Pfister, Felix:
Das Gauss'sche Prinzip und das Lagrange'sche : Notizen zu einer kaum beachteten Arbeit Paul Staeckels
In: Zeitschrift für angewandte Mathematik und Mechanik. - 77 (1997), S. 7-12
    UB: ZSN 326 C (steht Math.Bibl.)
Renteln, Michael von:
Paul Stäckel (1862 - 1919) : Mathematiker und Mathematikhistoriker
In: Überblicke Mathematik. - 1996/97, S. 151-160
    PH: Q 10/30::1996/97
Rudio, Ferdinand:
Paul Stäckels Verdienste um die Gesamtausgabe der Werke von Leonhard Euler     Göttinger Digitalisierungszentrum
In: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. - 23 (1914), S. 13-32

Verzeichnis der Bibliothekssigel
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Bibliographien


Biographisch-literarisches Handwörterbuch / J. C. Poggendorff. - Leipzig
Bd. 4 (1904), S. 1427-1428
Bd. 5 (1926), S. 1194-1195
Bd. 7a,4 (1961), S. 478
    UB-Signatur: LSN B-AE 002     und     LSA Nat-A 001

Anfrage an Zentralblatt MATH   zum Autor   Stäckel, P*   oder zum Titel   Paul Stäckel.


Letzte Änderung: 21.06.2012     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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