Bartholomeo Pitiscus

Theologe in Heidelberg

Prägte den Begriff »Trigonometrie«


Pitiscus, Bartholomäus   (24.8.1561 - 2.7.1613)
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Brockhaus - Die Enyzklopädie. - 20. Aufl. - Leipzig
Bd. 17. (1996), S. 192

Pitiscus, Bartholomeo, Mathematiker und Theologe,
* Grünberg i. Schlesien 24.8.1561, † Heidelberg 2.7.1613; wirkte als Hofkaplan (1594 Oberhofprediger) in Heidelberg. P. wurde mit seinem einflussreichen Werk »Trigonometria: sive de solutione triangulorum tractatus brevis et perspicuus« zum Begründer der systemat. ebenen Trigonometrie. Der »Thesaurus mathematicus« (1613) verbesserte die trigonometrischen Tafeln des G. J. RHETICUS.

Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 369

Pitiscus, Bartholomäus: geb. 24. 8. 1561 Grünberg (Zielona Góra), gest. 2. 7. 1613 Heidelberg; Mathematiker, Theologe. — P. studierte Theologie in Heidelberg und Zerbst. Nachdem er erst als Hauslehrer in Breslau (Wroclaw) tätig gewesen war, wurde er Hofkaplan und 1594 Oberhofprediger des Kurfürsten von der Pfalz.

Neben theologischen Schriften verfaßte er mathematische Arbeiten. Seine „Trigonometriae sive dimensione ...“ (1595) war die erste Schrift, in der das Wort Trigonometrie vorkam und die sich bemühte, einen Gesamtüberblick über die ebene und sphärische Trigonometrie zu geben. Seine sehr erfolgreiche „Trigonometrie“ ergänzte P. 1613 durch einen „Thesaurus mathematicus“, der trigonometrische Tabellen von G. J. RHAETICUS und eigene Berechnungen (u. a. Sinuswerte, 22stellig) enthielt.

Poggendorff, Dictionary of Scientific Biography — Hans-Joachim Ilgauds


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WWW-Biographien

Biographie vom St. Andrews Archiv

Bartholomäus Pitiscus aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

  Jakob Christmann. Valentin Otho. Bartholomäus Pitiscus. / Erwin Christmann


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Print-Biographien

Allgemeine Deutsche Biographie. - Leipzig
Bd. 26, 1887, S. 204-205
UB-Signatur: LSN A-EH 002
Er studirte reformierte Theologie in Zerbst und in Heidelberg; an dem letzteren Ort wurde er Hofdiakonus und dann kurpfälzischer Hofprediger, in welcher Eigenschaft er am 3. Juli 1613 gestorben ist.
...

Im J. 1613 erschien des Pitiscus großes Tabellenwerk »Thesaurus mathematicus« auf Grundlage des ihm handschriftlich zu Gebote stehenden Canon des Rhäticus verfaßt und dem Kurfürsten Friedrich IV. zugeeignet. Die Heidelberger Bibliothek besitzt merkwürdigerweise kein Exemplar dieses Werkes, vermutlich ging es unter Tilly verloren und kam nicht wieder.

Dictionary of Scientific Biography. - New York
Vol. 11, 1975, p.3-4
UB-Signatur: LSN B-AE 014

He was court chaplain at Breslau, pursued theological studies in Heidelberg, and for more than a score of the last years of his life he was court chaplain und court preacher for Elector Frederick IV of the Palatinate. Although Pitiscus worked much in the theological field, his proper abilities concerned mathematics, and particularly trigonometry.

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Werk

In Heidelberg vorhandene Monographien

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Literatur über das Werk von Bartholomaeus Pitiscus

Mathematical tables and other aids to computation
Bd. 3 (1949), S. 390-397, 556-561
    Math.Bibl.

Braunmühl, Anton von:
Vorlesungen über Geschichte der Trigonometrie.
1. Teil. Von den ältesten Zeiten bis zur Erfindung der Logarithmen. - 1900, S. 220-226
    UB: L 84-23::1. Teil
Cantor, Moritz:
Vorlesungen über Geschichte der Mathematik. - Leipzig
Bd. 2. - 2. Aufl. - 1900, S. 603-604
    UB: L 84-6::2

Verzeichnis der Bibliothekssigel
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Bibliographien

Biographisch-literarisches Handwörterbuch / J. C. Poggendorff. - Leipzig
Bd. 2 (1863), Sp. 458-459
    UB-Signatur: LSN B-AE 002     und     LSA Nat-A 001

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Letzte Änderung: September 2016     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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