Ernst Hellinger

Studium u.a. in Heidelberg
Hellinger, Ernst (30.9.1883 - 28.3.1950)
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Mathematiker-Lexikon / Herbert Meschkowski

Studium in Göttingen; Promotion 1907 bei HILBERT mit einer grundlegenden Arbeit zur Theorie der Integralgleichungen. 1919 a.o. Professor in Frankfurt, 1920 Ordinarius, 1935 Entzug der venia legendi. 1939 verließ H. Deutschland und fand einen neuen Wirkungskreis in Evanston, Illinois.

HELLINGERs Arbeitsgebiet war die Funktionentheorie und vor allem die Funktionalanalysis ("Hellingersches Integral"). Zusammen mit TOEPLITZ bewies er einen wichtigen Satz über symmetrische Transformationen in Hilbertschen Räumen.

Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 197

Hellinger, Ernst: geb. 30. 9. 1883 Striegau, (Strzegom, Polen), gest. 28. 3. 1950 Chicago (USA). — Nach Studien in Heidelberg, Breslau und Göttingen promovierte H. 1907 bei D. HILBERT über die Theorie quadratischer Formen unendlich vieler Variablen. Ab 1914 lehrte er sehr erfolgreich in Frankfurt am Main. 1936 wurde er aufgrund der faschistischen Rassegesetzgebung entlassen und emigrierte 1939 in die USA.

H. schloß sich mit seiner Dissertation eng an HILBERTS berühmte „4. Mitteilung“ über die Theorie der linearen Integralgleichungen (1906) an und lieferte wichtige Beiträge zum Äquivalenzproblem in der Spektraltheorie selbstadjungierter Operatoren. In der Dissertation wird das sog. Hellingersche Integral benutzt, das später auch in der Wahrscheinlichkeitstheorie Verwendung finden sollte. Gemeinsam mit O. TOEPLITZ bewies H. 1910 einen nach ihnen benannten Satz, der wesentlich zur Klärung des Verhältnisses zwischen Linearität und Stetigkeit (bzw. Beschränktheit) von Operatoren in allgemeinen Räumen beitrug. Mit demselben Koautor veröffentlichte H. 1927 in der „Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften“ den grundlegenden und umfangreichen Artikel über „Integralgleichungen und Gleichungen mit unendlich vielen Unbekannten“.

Poggendorff, Dictionary of Scientific Biography — Reinhard Siegmund-Schultze

Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1935 (Sp. 517)

Hellinger, Ernst, Mathematik, Dr., o. UP. Frankfurt a.M., Marbachweg 339. (Striegau, Schles. 30.IX.83.) PDoz. Marburg 09, ao. UP. Frankfurt a.M. 14.

Biographische Informationen


WWW-Biographien

Biographie vom St. Andrews Archiv

Ernst Hellinger in Wikipedia, der freien Enzyklopädie

The Mathematics Genealogy Project


Print-Biographien

Dictionary of Scientific Biography. - New York
Vol. 6 (1972), p. 235-236
UB-Signatur: LSN B-AE 014
He studied at the universities of Heidelberg, Breslau, and Göttingen.

Pinl, Max: Kollegen in einer dunklen Zeit
Mit Publikationsliste
In: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. - 71 (1969), S. 214-215
UB-Signatur: ZSN 2000 B::71

Siegel, Carl L.: Zur Geschichte des Frankfurter Mathematischen Seminars
In: Gesammelte Abhandlungen / Carl Ludwig Siegel. - Heidelberg. - 3 (1966), S. 462-474
UB-Signatur: 66 B 1036::3


Werk

Göttinger Digitalisierungs-Zentrum / Beiträge von Ernst Hellinger

In Heidelberg vorhandene Monographien Ernst Hellingers


Bibliographien

Biographisch-literarisches Handwörterbuch / J. C. Poggendorff. - Leipzig
Bd. 5 (1925), S. 515
Bd. 6,2 (1937), S. 1075
Bd. 7a,2 (1958), S. 436
    UB-Signatur: LSN B-AE 002     und     LSA Nat-A 001

Publikationsliste ( S. 215) aus:
Pinl, Max: Kollegen in einer dunklen Zeit
In: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. - 71 (1969), S. 214-215
    UB-Signatur: ZSN 2000 B::71

Anfrage an Zentralblatt MATH   zum Autor   Hellinger, E*   oder zum Titel   Ernst Hellinger.


Letzte Änderung: Aug. 2016     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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