Architekturführer Heidelberg

Nr. 104,  Seite 109

Friedrichsbau
Hauptstraße 47-51
1861-64
Wilhelm Waag

Nach dem vollständigen Abbruch des Dominikanerklostersmsüdlich der Anatomie (vgl. Nr. 97) und auf Drängen von Prof. Hermann Helmholtz entsteht dieses naturwissenschaftliche Institutsgebäude. Wilhelm Waag plant in Anlehnung an einen älteren Entwurf von Heinrich Hübsch eine nach Süden offene Dreiflügelanlage mit einem dem Cour d'Honneur ähnlichen Vorplatz. Seinen Namen erhält das Gebäude von dem regierenden badischen Großherzog (Friedericianum). Vom dreigeschossigen Mittelteil (Direktorenwohnungen der Professoren Gustav Kirchhoff und Hermann Helmholtz befinden sich in der Bel Etage) treppt sich das Gebäude zu den Flügelbauten mit den naturwissenschaftlichen Sammlungen hin ab. Ein Dienerhaus liegt an der Nordseite. Ab 1865 beziehen das Pharmakologische, Mineralogische und das Physikalische Institut das Gebäude. Heute beherbergt das Haus das Psychologische Institut der Universität.

Auszug aus:
Müller, Bernd: Architekturführer Heidelberg : Bauten um 1000 - 2000 / hrsg. im Auftrag der Stadt Heidelberg von Peter Blum. — Mannheim : Ed. Quadrat, 1998
(Reihe Sonderveröffentlichungen des Stadtarchivs Heidelberg ; 10)
ISBN 3-923003-78-1


Abschrift: 2004     Gabriele Dörflinger   Kontakt

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